Stützwand auf Schloss Burg einsturzgefährdet:

Pressemitteilung

- 360/pe

Schloßbergstraße wird  zum Teil gesperrt.

Wegen Einsturzgefahr einer Stützwand muss ab Freitag dieser Woche ein Teil der Schloßbergstraße innerhalb des Mauerringes von Schloss Burg gesperrt werden. Die Wand neigt sich zur Straße hin, zwischen Mauer und Platz haben sich Risse gebildet.

Wie die Technischen Betriebe der Stadt Solingen heute mitteilten, hat ein Gutachter, der im Rahmen der Erstellung eines Sanierungskatasters für die Burg tätig war, den schlechten Zustand des Bauwerks jetzt ermittelt. Die Mauer stützt im Westen den großen Platz vor dem Palas ab, der vom Batterieturm und dem alten Schulgebäude begrenzt wird. Die Straße muss auf einem Teilstück von rund zehn Metern für Fußgänger und Fahrzeuge gesperrt werden. Während für die Zufahrt zum Pfarrhaus und zur Kirche noch eine Fahrgasse frei bleibt, ist der Kiosk bis auf weiteres nur noch vom Schlossplatz aus erreichtbar. Auch auf dem wegen seines Panoramas beliebten Platz sind Absperrungen (vier Meter vor der Mauer) unumgänglich, damit sich Besucher der instabilen Mauer nicht nähern.

Die Sperrungen dienen zunächst nur der Sicherung der Besucher und Bewohner der Burganlage; welche Baumaßnahmen nötig sind, um die Mauer wieder instand zu setzen und wie die Finanzierung gesichert wird, muss noch ermittelt werden. Grundsätzlich sind die Städte Solingen (48  Prozent), Remscheid (31 Prozent) und Wuppertal (21 Prozent) und Remscheid gemeinsam Eigentümer des Schlosses. Wie auf der Fachkonferenz zur Zukunft der Burg am 2. Juli bekannt gegeben wurde, haben die Gutachter errechnet, dass der langfristige Sanierungsbedarf der Burganlage insgesamt 15 Millionen Euro beträgt.