Sturm: Solingen hatte Glück

Pressemitteilung

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Die Zahl der Einsätze war nicht hoch. Müllabfuhr fährt.

"Sabine war wohl doch nur ein Sabinchen", klang es erleichtert in der frühmorgendlichen Sitzung des Krisenstabs in Sachen Sturm. Das Gremium war wegen eindringlicher Sturmwarnungen des Deutschen Wetterdienstes für ganz Nordrhein-Westfalen noch am Samstag einberufen worden. Dabei war auch wie in anderen Städten des Landes entschieden worden, die Schulen und städtischen Kitas am heutigen Montag geschlossen zu halten. Eine Not-Betreuung wird dort aufrecht erhalten.

Der Sturm sei jedoch überwiegend nördlich und südlich an Solingen vorbeigezogen, und in ganz NRW fielen die Sturmböen weniger stark aus als erwartet, meldete die Feuerwehr. Die Messstation am Hauptbahnhof verzeichnete als Höchstwert der Windgeschwindigkeit nur 40 Stundenkilometer, in der Stadtmitte lag die Spitze bei 87 Stundenkilometern. Für den heutigen Tag sei die Tendenz deutlich fallend. Die Feuerwehr war mit 168 Kräften im Einsatz und hatte vorsichtshalber alle Freiwilligen in die Wachen gerufen, verzeichnete aber insgesamt nur etwas mehr als 20 Einsätze. Polizei und Stadtdienst Ordnung meldeten keine Vorkommnisse im Zusammenhang mit dem Sturm.

Vorsorglich waren gestern Nachmittag alle Oberleitungen vom Strom genommen worden. "Eine gute Entscheidung", hieß es dazu heute morgen in der Feuerwache Katternberger Straße. Denn an der Burger Landstraße und an der Weyersberger Straße waren jeweils Bäume auf die Fahrdrähte gefallen. Für die notwendigen Reparaturarbeiten wird die Weyersberger Straße im Laufe des Tages für ein paar Stunden voll gesperrt und eine Umleitung kurzfristig beschildert.

Die Müllabfuhr rückt heute normal aus und wird auch die blauen und gelben Tonnen regulär leeren.

Eine dringliche Warnung bleibt allerdings bestehen: Vom Betreten der Wälder wird für die nächsten Tage noch abgeraten. "Wir müssen uns erst einen Überblick verschaffen", hieß es beim Stadtdienst Natur und Umwelt.