Teilbetriebsschließung Johnson Controls am Standort Solingen-Merscheid

Pressemitteilung

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Oberbürgermeister Norbert Feith: „Stadt wird die Mitarbeiter nicht allein lassen.“

Betroffen zeigte sich der Solinger Oberbürgermeister Norbert Feith von der Nachricht, dass Johnson Controls die Abteilung Prototypenbau und Testing des Unternehmensstandortes in Solingen-Merscheid mit 117 Mitarbeitern schließt. Spontan ergriff er am Mittwochnachmittag die Gelegenheit, sich auf die Seite der Beschäftigten zu stellen. Vom Betriebsratsvorsitzenden Salvatore Di Gaetano und zweien seiner insgesamt zehn Kollegen ließ er sich vor Ort die Ängste und Nöte der Belegschaft schildern.

„Da sich die unternehmerische Entscheidung des Konzerns nicht abwenden lässt, werden wir uns als Stadt mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln dafür einsetzen, dass die Menschen eine Zukunftsperspektive in Solingen behalten", betonte der Oberbürgermeister. "Wie mit mir, der Wirtschaftsförderung und dem Betriebsrat bereits im letzten Jahr vereinbart, wird die Wirtschaftsförderung jetzt auf den Betriebsrat zugehen und die Qualifikationen der Betroffenen ermitteln." Deren Profil könne, so Feiths Angebot, dann ins Bewerberportal der Wirtschaftsförderung eingestellt werden.

Das Ziel sei, so viele Menschen wie möglich in andere Solinger Betriebe zu vermitteln. "Da es sich nach meinen Informationen um gut qualifizierte Fachkräfte aus Metall verarbeitenden Berufen handelt, habe ich die Hoffnung, dass uns das gelingt", erklärte Feith. Eine wesentliche Hilfe sei das Netzwerk, das die Wirtschaftsförderung in der Klingenstadt aufgebaut hat.

Nach dem Gespräch mit den drei Mitgliedern des Betriebsrates folgte der Oberbürgermeister auch einer Einladung der Geschäftsführung. Durch Manfred Rotterdam, Vize-Präsident des Geschäftsbereichs Metall und Mechanismen für die Region Europa bei Johnson Controls Automotive Seating, ließ sich Feith die unternehmerische Entscheidung noch einmal erläutern, warb aber zugleich um Verständnis für die Sorgen der Belegschaft. Auch der Geschäftsführung stellte er die Hilfe der Stadt in Form des Bewerberportals in Aussicht, um den betroffenen 117 Mitarbeitern und ihren Familien eine Perspektive zu geben.

Vom Gesamtkonzern fordert Oberbürgermeister Feith eine klare Aussage zum Erhalt der rund 300 Arbeitsplätze, die in Merscheid verbleiben, und ein Bekenntnis zum Standort Solingen.