Termin für mögliche Bombenentschärfung: Dienstag

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Gräfrath muss sich erneut auf eine Evakuierung vorbereiten

Der Termin für die mögliche Bombenentschärfung in Gräfrath steht: Er ist für den kommenden Dienstag, 28. November, festgesetzt. Das teilte das Ordnungsamt am Mittwoch mit. Diese Information hatte zuvor die Bezirksregierung in Düsseldorf bekanntgegeben. In deren Auftrag arbeitet die Fachfirma, die auf einem Gelände an der Straße Roggenkamp Sondierungsbohrungen durchführen wird. Nach Auswertung von Luftbildaufnahmen besteht der Verdacht, dass womöglich zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden liegen. Die Punkte liegen etwa 75 Meter auseinander.

 

Ein erster Termin für die Bodenuntersuchung war von der Fachfirma für den vergangenen Montag angesetzt worden. Doch wegen Personalengpässen aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen hatte das Unternehmen die angekündigten Arbeiten am Montagmorgen kurzfristig absagen müssen. Sowohl die Firma als auch die Bezirksregierung haben sich dafür bei den Solinger Bürgerinnen und Bürgen sowie auch bei der Stadt Solingen entschuldigt. Die Absage war äußerst ungewöhnlich. Denn üblicherweise werden die Termine für Sondierungen und eventuelle Entschärfungen zuverlässig eingehalten. Das Solinger Ordnungsamt geht davon aus, dass am Dienstag keine weiteren Terminprobleme zu erwarten sind.

 

Sollte sich der Verdacht bestätigen und tatsächlich eine Entschärfung ntwendig werden, müsste in einem entsprechend großen Radius ein Sperrkreis eingerichtet werden. Innerhalb dieses Kreises wären dann sämtliche Anwohner zu evakuieren. Auch die Zu- und Durchfahrt für den Straßenverkehr wäre dann während der Sperrung nicht möglich. Etwa 1200 Personen wären davon betroffen. Auch mehr als 300 Betriebe liegen innerhalb des Radius, darunter der Großteil des Gewerbegebiets Piepersberg. Bezirksregierung, Ordnungsamt, Feuerwehr und Polizei treffen jetzt erneut sämtliche Vorbereitungen für diesen Eventualfall. Die Gräfrather im betroffenen Gebiet werden durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes sowie durch Handzettel unterrichtet, die in den Briefkästen verteilt werden. Das gilt auch für die Betriebe. Alle betroffenen Anwohner werden gebeten, Vorsorge zu treffen, wo sie sich im Falle einer Sperrung bis zur Entwarnung aufhalten können. Das Kunstmuseum Solingen an der Wuppertaler Straße will dafür gegebenenfalls Räume zur Verfügung stellen.

 

Kommt es zu einer Entschärfung, so werde diese aller Voraussicht nach im Verlauf des Dienstags abgeschlossen, erklärt  das Ordnungsamt. Eine Ausdehnung in die Nacht oder gar auf den Mittwoch soll unbedingt vermieden werden. Aufgrund der erneuten Belastung der Anwohner und Fimren im Ortsteil seien alle Beteiligten zudem bemüht, die Auswirkungen für den Verkehr soweit möglich in Grenzen zu halten, heißt es beim Ordnungsamt. Denn im Falle der Sperrung sind erhebliche Behinderungen zu befürchten. Dann wäre die Wuppertaler Straße aus Richtung Stadt kommend ab Höhe Schulstraße nicht mehr befahrbar, wie auich aus der entgegengesetzten Richtung aus Vohwinkel kommend ab der Einmündung Piepersberg. Der Verkehr müsste dann über die Nebenstraßen umgeleitet werden. Auf der Schulstraße und auf der Melanchthonstraße würde wieder beidseitig ein Halteverbot eingerichtet. Weil die Nebenstraßen für eine derartige Last nicht ausgerichtet sind, wird dringend empfohlen, den Bereich in Richtung Wuppertal oder aus Richtung Wuppertal kommend gegebenenfalls weiträumig zu umfahren. In und aus Richtung Düsseldorf (A 46) gilt dasselbe. Die Polizei wird dann über den Westring umleiten. Großräumiges Umfahren wird aber in jedem Fall empfohlen.

 

Sollte es bei einem Bombenfund zur Sperrung und zur Evakuierung kommen, erhalten Anwohner am Bürgertelefon weitere Informationen unter der Rufnummer 290 - 2900.

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