Thema Schadensanalyse

Pressemitteilung

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Fachtagung "mikpräp" am 20. März im Technischen Berufskolleg

Um Werkstoffe und Materialstrukturen geht es bei der vierten "mikpräp" am 20. März  im Technischen Berufskolleg Solingen. Das Berufskolleg richtet die Fachtagung gemeinsam mit der Gesellschaft für Materialografie Rhein Ruhr e.V. (gmr²) aus. 19 Aussteller präsentieren auf der „mikpräp“ ihre Neuheiten. An zwölf verschiedenen Stationen werden Geräteentwicklungen und Präparationsmethoden nicht nur vorgestellt, sondern können an eigenen Proben getestet werden. Fachvorträge und Workshops behandeln das Thema Schadensanalyse. An der Vorbereitung und Gestaltung des Programms sind Schülerinnen und Schüler in der Ausbildung zu Physikalisch-technischen Assistenten für Metallographie und Werkstoffkunde beteiligt.

Referenten aus Solingen und ganz NRW geben Einblicke in die Schadensanalyse als wichtigen Aufgabenbereich der Materialwissenschaften. Professor Dr.-Ing. Sebastian Weber, Inhaber des Lehrstuhls Neue Fertigungstechnologien und Werkstoffe an der Bergischen Universität mit Sitz in Solingen berichtet über martensitische Chromstähle. Eine neue Methode zur frühzeitigen Erkennung von Fehlern an stranggepressten Aluminiumprofilen stellt Tobias Geisler vor, der 2006 seine Ausbildung als Metallograf in Solingen abschloss und derzeit an seiner Dissertation arbeitet. Wie das kleine Atom Wasserstoff zu gefährlichen Brüchen im Werkstoff führen kann, wird man von Florian Domke und Ilse Marie Lichtenauer vom Institut für Werkstoffuntersuchung GmbH erfahren. Norbert Lindner von der Ruhruniversität Bochum berichtet über besondere Brucherscheinungsformen. Schadensanalyse im Zusammenhang mit einer Wärmebehandlung ist das Thema eines Vortrages von Professor Dr. Ing. Peter Sommer von der Werkstofftechnik GmbH.

Dominic Paschalidis, Schüler der Abschlussklasse, wird seine Untersuchungsergebnisse zu einem Schadensfall an einem Differenzialgetriebe vorstellen.

Die Solinger Firmen Zwilling J.A. Henckels AG und Nesmuk sind mit einem Infostand vertreten.

Auch diesmal wird es eine Ausstellung von Posterentwürfen geben. Die gelungensten Posterentwürfe werden zum Abschluss der „mikpräp“ prämiert.

Die Metallografenausbildung, die nur an zwei Standorten in Deutschland durchgeführt wird, ist am TBK in der Solinger Tradition eng mit der Schneidwarenindustrie verknüpft. Schneidwarenwerkstoffe zu prüfen sichert die hochwertige Qualität der Produkte. Metallografen untersuchen die Struktur von Werkstoffen unter dem Mikroskop, um daraus wichtige Schlussfolgerungen über deren Eigenschaften ableiten zu können. Ebenso lassen sich Fehler erkennen, die im Fertigungsprozess entstanden sind oder Ursache für einen Schadensfall sein können.

Erstmalig wird zu der Veranstaltung ein Sonderband der Fachzeitschrift „Praktische Metallographie“ gestaltet, was die Tagung national und international bekannt macht.