Turnhallen wegen Reparaturen geschlossen

Pressemitteilung

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Gleich drei Solinger Turnhallen sind aktuell gesperrt. Unterschiedliche Ursachen haben zu Feuchtigkeitsschäden geführt, die nun umfängliche Reparaturarbeiten erforderlich machen:

An der Turnhalle der Geschwister-Scholl-Schule, Gesamtschule Solingen, Uhlandstraße 28, sind Grundleitungen unter der Turnhalle beschädigt, der Boden unterhalb der Geräteräume, der Umkleiden und der Turnhallen ist durchfeuchtet. Deshalb ist die Halle seit Ende Oktober geschlossen. Mittlerweile haben Hygienemessungen gezeigt, dass der Boden von Schimmel und holzzerstörenden Pilzen besiedelt ist und komplett ausgetauscht werden muss. Ende April soll die Sanierung voraussichtlich abgeschlossen sein.

Seit gestern geschlossen ist auch die Sporthalle Heiligenstock (Rennpatt) der ehemaligen Hauptschule Ohligs. Dort war das Dach undicht, deshalb ist Wasser hinter die Holzverkleidung und den Prallschutz gelaufen. Das Dach wurde inzwischen repariert, doch blieben Feuchtigkeits- und Schimmelschäden zurück. Schon heute wird mit der Sanierung begonnen, die nach derzeitigem Stand der Dinge voraussichtlich Ende der Weihnachtsferien abgeschlossen sein wird.

Auch an der Turnhalle der Grundschule Stübchen, Katternberger Straße laufen zurzeit die Reparaturarbeiten. Sie war Mitte November geschlossen worden, da im Geräteraum Schimmelsporen an einigen Geräten festgestellt worden waren. Ursache für die Feuchigkeitsschäden waren nicht, wie zunächst angenommen, Schäden am Rohrnetz, sondern schadhafte Abdichtungen im Sockelbereich des Gebäudes. Damit das Mauerwerk neu abgedichtet werden kann, wird aktuell das Erdreich ausgehoben. Wenn es keinen Frost gibt, können die Arbeiten bis Ende Januar abgeschlossen werden. Bis dahin bleibt die Turnhalle geschlossen.

Dass gleich mehrere Hallen zugleich betroffen sind, muss nicht zuletzt als Folge der schwierigen Haushaltssituation der Stadt gewertet werden: In den Gebäuden werden seit langem überwiegend nur notwendige Reparaturen ausgeführt, für zeitgemäße Sanierungen fehlt in der Regel das Geld. Dazu Stadtkämmerer Ralf Weeke: "Es ist für uns eine Verhöhnung, wenn auf Bundesebene das Auskommen ohne weitere Verschuldung abgefeiert wird, während in einer Stadt wie Solingen nicht einmal mehr genug Geld für eine vernünftige Gebäudeunterhaltung vorhanden ist. Ich erwarte von der Bundesregierung, dass sie endlich mehr für notleidende Kommunen tut!".