UNESCO zeichnet Solingen aus

Pressemitteilung

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Solingen ist Stadt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung". Bürgermeisterin Friederike Sinowenka nahm die Auszeichnung der UNESCO im Rahmen einer Feierstunde am 25. November 2013 in Frankfurt am Main entgegen. Sinowenka: "Bei der Preisvergabe wurde das großartige bürgerschaftliche Engagement hervorgehoben, das in Solingen eine lange Tradition hat. Beispielhaft ist auch das Zusammenwirken „offizieller" Stellen mit privater Initiative. Diese bietet ein unschätzbares Potenzial, das wesentlich dazu beiträgt, Solingens Profil einer zukunftsfähigen Stadt zu schärfen." Beeindruckt zeigte sich die Bürgermeisterin von der Vielzahl der in Frankfurt vorgestellten Projekte, die die sperrig klingende Thematik in lebendige Praxis umsetzten. "Dass Solingen an vorderer Stelle dabei ist, erfüllt mich mit Stolz", sagte sie.


Die Klingenstadt hat sich das Engagement für eine nachhaltige Entwicklung seit vielen Jahren auf die Fahnen geschrieben. Dafür zeichnete die Jury des Nationalkomitees der Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung" Solingen nun als Stadt der Weltdekade 2014 aus.

Im Aktionsprogramm „Nachhaltige Entwicklung in Solingen", das 2006 erstmalig aufgestellt und inzwischen mehrfach fortgeschrieben wurde, geht es um Themen wie Umwelt und Entwicklungspolitik, Stadtentwicklung oder - ganz zentral - kulturelle Vielfalt und Integration.

Einen Schwerpunkt stellt dabei die Bildung dar mit dem Ziel eines veränderten Bewusstseins, eines grundlegenden Umdenkens mit Blick auch auf die Lebensgrundlagen für kommende Generationen.

Hier sind einige Beispiele aus der Vielzahl der Projekte und Initiativen des Aktionsprogramms:

Kulturelle Vielfalt
Vielfalt ist in Solingen Alltag, hier leben Menschen aus 130 Nationen. Integration wird daher als Querschnittaufgabe verstanden, die alle Lebensbereiche berührt. Zu Projekten zählt die Interkulturelle Leseförderung ebenso wie Mentorenprogramme oder Veranstaltungen, die für ein tolerantes Miteinander sensibilisieren.

Umwelt- ,Klima- und Ressourcenschutz
Seit mehr als zwölf Jahren nehmen Schulen am Fifty-Fifty-Energiesparprogramm teil. Bisher haben sich 23 Schulen aller Schulformen mit mehr als 14.000 Schülerinnen und Schülern daran beteiligt.

Seit zehn Jahren sammeln Solinger Schulkinder „Grüne Meilen", indem sie ihren Schulweg zu Fuß, per Fahrrad oder Bus zurücklegen und nicht mit dem Auto gebracht werden.

Der „Runde Tisch Radverkehr" arbeitet an der Förderung des Radverkehrs. Ergebnis ist etwa ein Fahrradstadtplan, außerdem gibt es viele konkrete Aktionen, etwa an Schulen.

Weitere Initiativen befassen sich mit globalem Lernen und entwicklungspolitischer Bildung.