Verkehrsrechner ist ausgefallen

Pressemitteilung

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Exakt von 16.52 Uhr bis um 17.29 Uhr dauerte gestern (Dienstag, 17. Dezember) eine Störung der Ampelanlagen im Stadtgebiet. Auslöser war ein Absturz des zentralen Verkehrsrechners. Zurzeit sind die Experten noch damit beschäftigt, die Ursache für den Absturz zu ermitteln, dazu werden alle Protokolle analysiert. Klar ist, dass das Signalbild an den meisten Anlagen "eingefroren" war - die Signalfarbe zum Zeitpunkt des Ausfalls blieb einfach stehen -, während andere Anlagen komplett ausfielen und dunkel wurden, einige andere jedoch völlig normal funktionierten.

Auf jeden Fall steht der Ausfall in Zusammenhang mit der Einrichtung des neuen Zentralrechners, der vor rund vier Monaten als Ersatz für das alte defekte Gerät in Betrieb genommen wurde. Höchst kompliziert gestaltet sich die derzeit laufende sogenannte "Migrationsphase": Nach und nach werden alle Ampelanlagen im Stadtgebiet, die vernetzt werden, auf den neuen Rechner aufgeschaltet. Insgesamt sind rund 140 von 151 Anlagen betroffen, einige weitere laufen als "Insellösung" oder gehören dem Landesbetrieb Straßen NRW, zum Beispiel an der Bonner Straße.

Schwierig ist dieser Prozess deshalb, weil die einzelnen Anlagen vor Ort mit unterschiedlichen Steuergeräten arbeiten. Grundsätzlich gilt: Je moderner das Steuergerät, umso einfacher gestaltet sich die Umstellung. Der jüngsten Generation gehört die neue Anlage am Hofgarten (Friedrichstraße) an, zur unproblematischen Generation davor (gebaut während der letzten zehn Jahre) gehören zum Beispiel die Anlagen am Hauptbahnhof, am Wasserturm oder der Neuenhofer- / Glockenstraße. Schwieriger wird es bei Steuergeräten, die mehr als 20 Jahre alt sind - und davon gibt es in Solingen viele. Die Überführung von rund 20 Anlagen steht zurzeit noch aus.

Nach dem Störfall von gestern wurde in Abstimmung mit der Entwicklungsfirma das letzte Update zurückgenommen. Weiter geht es erst, wenn der Fehler gefunden wurde.

Nach der "Migrationsphase" muss der Rechner mindestens vier Wochen stabil und störungsfrei laufen, bevor die Abnahme erfolgt, in deren Rahmen auch eine Reihe von "Stresstests" durchgeführt werden. Bei einem Störfall sollten sich betroffene Anlagen für die Verkehrs-Hauptrichtung abschalten, während es für die Nebenrichtung gelb blinkt.