97 555 Euro für Strohner Brücke

Pressemitteilung

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Spendenaktion des Verlages B. Boll liefert finanziellen Grundstein für den Neubau auf dem wichten Rad- und Wanderweg.

Mit großer Freude haben Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Stadtdirektor Hartmut Hoferichter am Mittwoch einen Scheck entgegengenommen. 97555 Euro übergab die Geschäftsführung des Verlags B. Boll im Rathaus. Mit Spendenaufrufen hat das Solinger Tageblatt diese Summes zusammengetragen, um einen Neubau der Strohner Brücke zu finanzieren. Der marode Übergang ist seit Sommer 2016 gesperrt. Seitdem ist eine Umleitung für den beliebten Rad-, Wander- und Reitweg ausgeschildert.

Weil die Stadt Solingen nicht über das Geld für einen Neubau verfügt, engagierte sich das Tageblatt, um einen Ersatz zu ermöglichen. "Das ist ein mustergültiges Beispiel für bürgerschaftliches Engagement", lobte Oberbürgermeister Tim Kurzbach. "Es zeigt, was sich gemeinsam bewegen lässt, wenn wir in der Stadtgesellschaft nicht darauf warten, dass irgendjemand anderer etwas unternimmt. Wir selbst müssen aktiv werden." Der Verlag B. Boll sei ein Unternehmen, das sich Solingen sehr verbunden fühle und lasse einmal mehr Worten auch Taten folgen. Der OB hofft, dass sich künftig noch mehr andere Menschen in der Stadt motiviert fühlen, sich für die Gemeinschaft einzusetzen. "Ich kann mir noch viele ähnliche Projekte vorstellen."

"So eine Aktion macht Spaß", freute sich ST-Verleger Michael Boll über die Resonanz, die das Tageblatt mit seinem Spendenaufruf erzielen konnte. "Denn es gingen nicht nur große Beträge von den üblichen Groß-Spendern ein." Weit über 250 Spender gaben Geld für das Projekt. Seinen ausdrücklichen Dank richtete Michael Boll an den Verschönerungsverein, mit dem der Verlag eng zusammenarbeitete, und an Stadtdirektor Hartmut Hoferichter, der bei der Umsetzung half.

Es sei wohltuend all die Skeptiker zu widerlegen, die den Spendenaufrufen anfangs kritisch begegnet seien, erklärte Verlagsleiter und Chefredakteur Stefan M. Kob. "Ich freue mich riesig, dass die Aktion letztlich auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Das beweist, dass man sich nicht von einer Idee abbringen lassen sollte, wenn man davon überzeugt ist." Die Strohner Brücke werde so zu einem schönen Symbol. "Denn sie verbindet etwas."

Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf 870 000 Euro.
377 200 Euro gibt das Land über Förderzuschüsse. 258 000 Euro trägt die Stadt als Eigenanteil, während die Stadtwerke Solingen als Eigentümer die Abbruchkosten in Höhe von 165 000 Euro übernimmt.
Die ursprünglich eingeplante Spendensumme von 70 000 Euro ist mit dem erzielten Betrag von 97 555 Euro deutlich übertroffen worden, so dass noch ein Puffer für die Planungen besteht.

Bis zum Spätsommer soll die exakte Entwurfs- und Kostenplanung vorliegen, damit im Oktober die europaweite Ausschreibung erfolgen kann.