Vertrauen. Freiheit. Verantwortung.

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OB Tim Kurzbach stellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein Programm vor

Bis auf den letzten Platz besetzt zeigten sich die Stuhlreihen im Konzertsaal bei der Personalversammlung der Stadt am Dienstagnachmittag. Weit über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Verwaltung, Betrieben und Feuerwehr waren der gemeinsamen Einladung Tim Kurzbachs und des Personalrats ins Theater und Konzerthaus gefolgt. Die Neugier auf den neuen „OB“ und die Erwartungen waren offenbar groß: selbst auf den Fluren drängten sich die Menschen. Und sie wurden nicht enttäuscht: In einer immer wieder von Zwischenapplaus unterbrochenen frei gehaltenen, dreißigminütigen Ansprache warb Tim Kurzbach für sein „Programm“. Dies, stellte der frischgewählte Amtsträger rasch klar, besteht nicht aus einem im Voraus festgelegten inhaltlichen Konzept für den „Konzern Stadt“ als in einer neuen Gesprächs- und Führungskultur. Sie soll den notwendigen Wandel vorbereiten und begleiten, hin zu einem offeneren Rathaus und zu einer Stadtverwaltung, die „Dinge ermöglichen will“ und nicht verhindern.

Freiheit, Vertrauen und Verantwortung: Unter diese Oberbegriffe stellte der Oberbürgermeister die neue Verwaltungskultur. Will heißen: Die Hierarchien sollen flacher, organisatorische Veränderungen im Team diskutiert werden. Die Mitarbeitenden erhalten größere Spielräume, also mehr Freiheit, für eigene Entscheidungen. Wer Neues wage, dürfe auch Fehler machen, so der OB. Allerdings begrenze die Verantwortung für die gemeinsame Aufgabe, das Wohl der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger, das Mehr an Freiheit.

Mit Blick auf die leere Stadtkasse bemerkte Kurzbach wörtlich: „Je schwieriger die Haushaltssituation ist, desto wichtiger werden die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Kreativität!“ Er wisse, dass die „Kolleginnen und Kollegen“ durchaus bereit seien, „durchs Feuer zu gehen“, wenn das Umfeld stimme. Dass die Verwaltung sehr wohl in der Lage sei, Herausragendes zu leisten, beweise die Flüchtlingsaufnahme, die in kürzester Zeit auf die Beine gestellt worden sei. Für den Einsatz in der Flüchtlingshilfe, der mit erheblicher zusätzlicher Nacht- und Wochenendarbeit verbunden sei, dankte der OB herzlich den Helferinnen und Helfern aus Verwaltung und Betrieben. Um die Stimmungslage zu ergründen kündigte er eine Befragung der Mitarbeitenden an - zusammen mit dem Personalrat.

Mit dem Satz „Auf gute Zusammenarbeit!“ schloss Tim Kurzbach seinen schwungvollen Vortrag. Im Anschluss suchten noch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das unmittelbare Gespräch mit dem neuen Chef. Mit der Personalversammlung am Dienstag nahm der Vorsitzende des Personalrats, Erwin Kohnke, seinen Abschied von den Kolleginnen und Kollegen in dieser Funktion. Am Mittwoch nahm er seinen Dienst als Büroleiter des Oberbürgermeisters auf.