Vogelgrippe: Solingen gehört nicht zum Risikogebiet

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Amtsveterinärin: Geflügelhaltung muss grundsätzlich angezeigt werden

Der Verdacht, dass Wildvögel den gefährlichen Vogelgrippe-Virus H5 N8 in Hausgeflügelbestände übertragen können, hat sich erhärtet, nachdem das Virus in einem Wildvogel in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen wurde. Um eine Ausbreitung der Krankheit in Hausgeflügelbeständen zu verhindern, hatte das NRW-Verbraucherschutzministerium am vergangenen Dienstag (25. November) in festgelegten Risikogebieten Schutzmaßnahmen angeordnet. Dort gilt nun ein Aufstallungsgebot (Stallpflicht), um den Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln zu unterbinden.

Von diesen Maßnahmen sind die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal zurzeit nicht betroffen. Vor dem aktuellen Hintergrund weist Amtstierärztin Dr. Natalie Cirocki jedoch noch einmal darauf hin, dass grundsätzlich jede Haltung von Geflügel (Hühner, Enten, Gänse, Fasane, Wachteln und Tauben) beim Veterinäramt vor Beginn der Tätigkeit anzuzeigen ist. Nachmeldungen können jederzeit erfolgen. Außerdem gilt, dass bei einer Freilandhaltung von Geflügel unbedingt der Kontakt zu Wildvögeln verhindert werden muss. Wildvögel dürfen deshalb keinen freien Zugang zu Futter, Wasser und Einstreu haben.

Cirocki erinnert auch an die generelle Impverpflichtung: Alle Besitzer von Hühner- oder Truthahnbeständen müssen ihre Tiere gegen die Newcastle-Krankheit (= atypische Geflügelpest) impfen lassen - unabhängig von der Bestandsgröße und auch dann, wenn es sich um eine Hobbyhaltung handelt. Nur geimpfte Tiere dürfen in einen anderen Bestand, auf Geflügelmärkte, in Geflügelausstellungen oder -schauen gebracht werden. Die Schutzimpfung wird durch einen Tierarzt durchgeführt und erfolgt in der Regel über das Trinkwasser. Sie ist durch eine tierärztliche Bescheinigung nachzuweisen.

Weitere Informationen zur aktuellen Situation gibt es im Internet auf den Seiten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) und des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI), Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit.


Friedrich-Löffler-Institut

lanuv.nrw.de