Volles Programm in Ness Ziona

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Ein vollgepacktes Programm erwartete die Solinger Delegation gleich am ersten Tag ihres Besuchs in der israelischen Partnerstadt Ness Ziona.

Bürgermeister Yossi Shvo (72) empfing die Gäste und stellte seine Stadt vor. Einem Vortrag über das moderne Ness Ziona folgten Besuche in zwei Schulen, einem Seniorenzentrum und dem Hotline- und Sicherheitszentrum des Rathauses. Außerdem besuchte man die Gedenkstätte für die seit 1889 gefallenen Soldaten der Stadt. Aus Anlass des Tu be Shewat, Neujahrstag des Baumes, wurden überall in der Stadt neue Bäume als Symbol des Lebens gepflanzt. Auch die Mitglieder der Solinger Delegation nahmen daran teil und pflanzten neue Bäumchen, darunter Lorbeer und Granantapfel. Heute Abend findet die offizielle Feierstunde zum 25jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft statt. Morgen wird die Delegation zum See Genezareth fahren, und am Donnerstag steht ein Besuch in Jerusalem und der Gedenkstätte Yad Vashem auf dem Programm.

Ness Ziona wachst dynamisch. Zählte es 1990 noch 20.000 Einwohner, so sind es heute fast doppelt so viele. Jahr für Jahr kommen rund 1.000 Bürgerinnen und Bürger dazu. Die entsprechende Bautätigkeit ist unübersehbar: Gepflegte Hochhaussiedlungen entstehen, und allein 15 Kitas und zwei Schulen sind derzeit im Bau. Ein großes Problem stellt der Wassermangel dar. Deshalb spielt Meerwasserentsalzung eine wachsende Rolle bei der Trinkwassergewinnung in Israel. Auch ökololgische Fragen werden Ernst genommen und schon in Kindergärten und Grundschulen thematisiert. Ness Ziona hat vor fünf Jahren die Mülltrennung für alle Haushalte eingeführt, als Pilotprojekt in Israel.