Wie sieht ein altengerechtes Wohnumfeld aus?

Pressemitteilung

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Projekt "Altengerechte Quartiersentwicklung in Höhscheid" wurde heute (Freitag, 18. März) in einem Mediengespräch vorgestellt.


Im Zuge der Auswirkungen des demographischen Wandels muss sich die Gesellschaft neuen Herausforderungen stellen. Mit der wachsenden Zahl älterer Menschen müssen deren besondere Bedürfnisse in den Fokus gerückt werden.

Die meisten älteren Menschen wünschen sich ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben im gewohnten Lebensumfeld, auch bei altersbedingten Einschränkungen, Behinderung oder Krankheit. Das geht jedoch nur, wenn es passende Strukturen gibt – in der Wohnung, für die Versorgung im näheren Umfeld, für die Begegnung mit anderen Menschen, für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Vor diesem Hintergrund fördert das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW Maßnahmen, die Kommunen ergreifen, um altersgerechte Quartiersstrukturen zu schaffen und zu etablieren. In Solingen wird das Projekt „Altengerechte Quartiersentwicklung Solingen-Höhscheid“ gefördert, zunächst bis Februar 2018. Als Kooperationspartner konnte der Stadtdienst Soziales den Spar- und Bauverein Solingen eG, den Hauspflegeverein Solingen e.V. und die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Kreisverband Solingen e.V. gewinnen. Alle Partner sind bereits im Quartier tätig. Träger der Maßnahme ist die AWO, die die Sozialwissenschaftlerin Andrea Knoll als Projektleitung eingestellt hat.

Seit Januar 2016 ist die Quartiersentwicklerin in Höhscheid unterwegs. Sie hat bereits erste Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Akteuren geführt und eine Bestandsaufnahme erstellt, aktuell bereitet sie einen Fragebogen vor, in dem es um die Wohn- und Lebensqualität älterer Menschen im Quartier geht. Befragt werden alle Menschen ab 55 Jahren, die am Böckerhof, Unnersberg, Brühler Berg und Weegerhof wohnen. Den Fragebogen erhalten sie demnächst per Post. „Ziel des Projektes ist es, die Menschen vor Ort in die Quartiersgestaltung einzubeziehen“ sagt die 39-jährige Sozialwissenschaftlerin „dazu ist es wichtig von den Bürgern zu erfahren, welche Themen ihnen wichtig sind, welche Anforderungen sie an ihr Quartier formulieren und wo sie sich selbst einbringen wollen.“

Spätestens im Frühsommer sollen die Ergebnisse der Befragung im Quartier vorgestellt werden. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Akteuren aus Höhscheid sollen dann erste Themen ausgearbeitet werden. 

Weitere Informationen zum Projekt Altengerechte Quartiersentwicklung Solingen-Höhscheid gibt es im Internet: www.aq-nrw.de oder bei der Quartiersentwicklerin Andrea Knoll, Quartiersbüro Wittekindstraße 22, Telefon: 22 38 28 64, E-Mail: a.knoll@awo-solingen.de .