www.solingen-redet-mit.de - Solingen diskutiert über Gewerbegebiete

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Vom 26. Januar bis zum 18. Februar können Solingerinnen und Solinger im Internet mitdebattieren

Der Solinger Hauptausschuss hat am Donnerstagnachmittag „grünes Licht“ für die Durchführung der Online-Beteiligung zu gewerblichen Bauflächen gegeben. Damit kann das virtuelle Stadtgespräch über die Zukunft und die Weiterentwicklung Solingens als Industrie- und Gewerbestandort ab Montagabend unter der Internetadresse www.solingen-redet-mit.de an den Start gehen.

Oberbürgermeister Norbert Feith wird das Portal im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung freischalten (Theater und Konzerthaus Solingen, Konzertsaal, 19 Uhr). Der Beteiligungs-Experte Dr. Oliver Märker vom Beratungsunternehmen Zebralog (Berlin/Bonn) führt im Anschluss in das Beteiligungssystem ein und erläutert die Nutzungsmöglichkeiten. Zur Halbzeit des Beteiligungsverfahrens, am 9. Februar, findet eine weitere Einführungsveranstaltung im Stadtsaal Wald statt (ebenfalls 19 Uhr). Am 18. Februar wird das Portal geschlossen. Es steht dann zwar noch im Internet zur Verfügung, aktive Teilnahme an der Debatte ist dann aber nicht mehr möglich.

Mit dem Onlineportal beschreitet Solingen ganz neue Wege der Bürgerbeteiligung in Fragen der Stadtplanung. Mit einem persönlichen Brief an rund 1.300 Persönlichkeiten aus Wirtschafts- und Naturschutzverbänden, Unternehmen, Vereinen, Stiftungen, Initiativen, Schulen und Migrantenorganisationen ruft Oberbürgermeister Norbert Feith ab morgen zur Teilnahme an der Onlinebeteiligung auf. Je mehr Bürgerinnen und Bürger die Chance an der Debatte teilzunehmen nutzten, desto wertvoller werde sie.

Zehn Thesen der Stadt zur Entwicklung von Wirtschaft und Gewerbe in der Klingenstadt samt Begründungen stehen zur Diskussion. Nach einer einmaligen Registrierung mit eMail-Adresse können Nutzerinnen und Nutzer an der Debatte teilnehmen, die Thesen hinterfragen und kommentieren, fehlende Aspekte und Themen vorschlagen. Komplettiert wird das Beteiligungsportal durch  Informationen zu den möglichen Gewerbeflächen, die in Solingen noch realisiert werden können sowie durch eine umfangreiche Infothek mit Konzepten, Gutachten, Vorlagen und Beschlüssen, die es zu diesen Flächen bereits gibt.

Solingerinnen und Solinger, die nicht über einen Computer oder Internetzugang verfügen, können  die öffentlichen Computer im Internetcafé der Stadtbibliothek  (Mummstraße) nutzen und die Hilfestellung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort in Anspruch nehmen.

Die Online-Beteiligung zur Gewerbeflächenentwicklung geht auf eine Bürgeranregung und einen Beschluss des Hauptausschusses aus dem Jahr 2013 zurück. Der Stadtrat erhofft sich Aufschluss darüber, wie die Solinger Bürgerinnen und Bürger über die wirtschaftliche Zukunftsausrichtung der Stadt denken und welche Beeinträchtigungen der Landschaft sie dafür in Kauf zu nehmen bereit sind – oder eben nicht bereit sind.

Die gesammelten Pro- und Contra-Argumente werden von der Verwaltung ausgewertet und gehen als Beitrag in die Beratungen der Ausschüsse und des Rates ein.  Die Bezirksregierung Düsseldorf erwartet von der Stadt Solingen bis Ende März  eine Stellungnahme zum neuen Regionalplan, in dem es u. a. um Wohnbauflächen, den Freiraum und gerade auch um Gewerbeflächen geht.