Zöppkesmarkt-Streit: OB fordert zu Dialog und Kooperation auf

Pressemitteilung

- 213/bw

Auf Einladung von Oberbürgermeister Norbert Feith trafen sich die beiden um die Ausrichtung des diesjährigen Zöppkesmarktes konkurrierenden Gruppen am Freitag Vormittag erstmals zu einem gemeinsam geführten Gespräch im Rathaus.

Sowohl die Arbeitsgemeinschaft Reise und Markt, vertreten durch Jürgen Schürg und Frank Decker auf der einen Seite, als auch Tim Kurzbach und Falk Dornseifer auf der anderen haben Anträge zur Ausrichtung des Zöppkesmarktes am zweiten Wochenende im September gestellt. Der Oberbürgermeister appellierte eindringlich an beide Parteien, die Emotionen nach einer öffentlich geführten Auseinandersetzung hintan zu stellen und sich auf eine Kooperation beim Zöppkesmarkt 2012 zu einigen. Gibt es weiterhin mehrere Bewerber, wird die Stadt Solingen für den Markt 2013 rechtzeitig eine offene Ausschreibung mit einem Vergabezeitraum von drei bis fünf Jahren vorbereiten, kündigte der OB an. Der Zöppkesmarkt habe eine identitätsstiftende Funktion für Solingen. Vor dem Hintergrund einer großen Vielzahl regelmäßig stattfindender Trödelmärkte, der Rolle des Internets, veränderter Konsum- und Freizeitgewohnheiten sei es durchaus sinnvoll, über Anpassungen an den Zeitgeist nachzudenken. Feith: "Grundsätzlich ist gegen einen Wettbewerb bei der Ausgestaltung nichts einzuwenden, er belebt das Geschäft."

Sollte es in diesem Jahr nicht zu einer Einigung kommen, wird die Verwaltung entscheiden, wer den Zuschlag erhält, und zwar nach sachgerechtem Ermessen, auf der Grundlage von § 69 der Gewerbeordnung. "In diesem Fall wird es aber einen Verlierer geben", mahnte der OB.

Bis Ende der kommenden Woche möge man noch einmal über die Möglichkeit einer Kooperation nachdenken, gab er den Beteiligten mit auf den Weg. Spätestens in den ersten Maitagen werde die Stadt sonst ihre Entscheidung treffen. "Sprechen Sie miteinander, nicht übereinander", appellierte er.