„Zukunft der Erinnerung“

Pressemitteilung

- 197/pe

 Bergische Fachtagung im Theater und Konzerthaus am 28. Mai

Anlässlich des 20. Jahrestages des Solinger Brandanschlags veranstalten die Städte Solingen, Remscheid und Wuppertal in Kooperation mit der Bergischen VHS, dem Bündnis für Toleranz und Zivilcourage in Solingen sowie vielen weiteren Partnern aus der Kinder- und Jugendarbeit die Fachtagung „Zukunft der Erinnerung“. (Mittwoch, 28. Mai 2013, 9.30 - 16.30 Uhr, Theater und Konzerthaus)

Die Organisation und Umsetzung der Tagung erfolgt mit Unterstützung durch das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW.

 „Zukunft der Erinnerung“, so heißt es im Tagungsflyer, erfordere von einer demokratischen Gesellschaft ein sich immer wieder selbst reflektierendes Handeln, das die Sensibilisierung und Aufklärung gegen Rassismus und Diskriminierung als Querschnittsaufgabe begreife. Nicht zuletzt in Solingen sei die Erinnerung wichtig für die Gestaltung einer Zukunft, die sich gegen Rassismus, Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt stelle.

Die Tagung will aktuelle Herausforderungen beleuchten - wie zum Beispiel den Zusammenhang zwischen sozialer Spaltung und menschenfeindlichem Denken (Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung 2012, Heitmeyer: Deutsche Zustände) oder die Abgrenzungsmechanismen im Zuge sozialer Verunsicherung Jugendlicher (Rheingold Jugendstudie 2010). Dargestellt werden neuere Forschungsergebnisse zu rechten und rassistischen Einstellungen, Perspektiven der Ungleichheitsforschung und Möglichkeiten der Prävention und Intervention in Jugendarbeit, Schule und Alltag.

Prof, Dr. Wilhelm Heitmeyer (Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, Bielefeld) referiert zum Thema „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit – inwieweit sind junge Menschen betroffen?

Eberhard Seidel (Bundeskoordination „Schule mit Courage-Schule ohne Rassismus“) spricht über "Die Rolle der Zivilgesellschaft – welche Präventions- und Interventionsmöglichkeitem gibt es?"

Neben diesen beiden einführenden Vorträgen haben die Teilnehmenden in den anschließenden Workshops und Kommunikationstrainings die Möglichkeit sich über  Handlungsstrategien gegen Rassismus und Diskriminierung,  demokratiestärkende Maßnahmen sowie neuere Erkenntnisse aus der Rechtsextremismus- und Ungleichheitsforschung auszutauschen.

Zielgruppe der Fachtagung sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Kinder- und Jugendarbeit, die Tagung ist aber auch für interessierte und engagierte Bürgerinnen und Bürger offen. Anmeldung ist erforderlich und bis zum 13 Mai möglich:

Stadt Solingen
Stadtdienst Jugend – Jugendförderung
Herr Kraemer
Burgstr. 101

Fax: 0212 2902764 oder E-Mail: j.kraemer@solingen.de