Zwei Standorte und ein Rathaus-Anbau

Pressemitteilung

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Rat beschließt Ende November, ob die Pläne konkretisiert werden

Die Verwaltung schlägt vor, die Standorte der Stadtverwaltung zukünftig auf zwei zu konzentrieren - im Rathaus (Rathausplatz 1 und 3) und im Verwaltungsgebäude Bonner Straße. Die Voraussetzungen dafür könnte ein Anbau an den Rathaus-Altbau schaffen, der Platz bietet für 120 Arbeitsplätze und einen großen Besprechungsraum. Zusätzlich sollen die Bürgerbüros und das Kommunale Jobcenter Kamper Straße erhalten bleiben, sieben weitere angemietete oder eigene Gebäude mit hohem Sanierungsbedarf jedoch aufgegeben werden. Der Vorschlag steht im Rahmen einer strategischen Optimierung von Ressourcen, die den Haushalt dauerhaft entlasten soll. Zudem soll er aber auch dazu beitragen, Arbeitsprozesse zu optimieren und den Bürgerservice verbessern.

Die Verwaltungs-Vorlage zur Zwei-Standort-Strategie wird jetzt in den politischen Gremien beraten. Am  30. November soll der Rat darüber beschließen, ob die Planung weiter verfolgt und konkretisiert wird. Stimmt er zu, könnten die weiteren Schritte eingeleitet werden. Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der Gemeindeprüfungsanstalt NRW, die die Verwaltung im Vorfeld in Auftrag gegeben hatte, war bereits im Juli von der Bezirksregierung positiv zur Kenntnis genommen worden.

Das Investitionsvolumen für einen Rathaus-Anbau beträgt nach ersten Schätzungen rund 8,8 Millionen Euro, im Gegenzug werden auf der Grundlage des derzeitigen Prüfungsstandes strukturelle Einsparungen von etwa 500.000 Euro pro Jahr erwartet.

Aufgegeben werden sollen die unrentablen und sanierungsbedürftigen städtischen Gebäude Gasstraße mit Ausnahme des Stadtarchivs, die Räume des Veterinäramtes an der Dorper Straße und das Gebäude Zweibrücker Straße sowie unter anderem das angemietete alte DGB-Gebäude Kölner Straße oder das ehemalige Finanzamt Goerdelerstraße, .

Der Verwaltungs-Vorschlag sieht vor, dass in einenRathaus-Anbau insgesamt 185 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung mit 120 Arbeitsplätzen einziehen sollen. Von Anfang an sollen neue Formen der Arbeitsorganisation geplant werden, beispielsweise sogenannte Co-Working-Spaces. Dabei gibt es keine festen Arbeitsplätze oder Einzelbüros mehr, sondern bedarfsgerecht ausgestattete Areale, etwa für vertrauliche Gespräche, Telefonate oder Arbeiten, die Ruhe und Konzentration erfordern. Beschäftigte, die Teile ihrer Aufgaben in Tele- oder Heimarbeit erledigen, finden an ihren Anwesenheitstagen einen freien Schreibtisch, ihren persönlichen Rollcontainer und loggen sich mit einem Laptop in das städtische System ein.

Vorteil dieses neuen Bürokonzeptes ist nicht nur der geringere Platzbedarf, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können ihre Arbeit auch flexibler organisieren und so Familie und Beruf besser in Einklang bringen.

Die gesamte Maßnahme dient dazu, den Konzern Stadt Solingen zukunftsweisend aufzustellen.