Zwischen Rhein und Wupper: zusammen - wachsen

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Solingen im Verbund von 16 Kommunen erfolgreich beim Projektaufruf StadtUmland.NRW

"Zwischen Rhein und Wupper: zusammen - wachsen" ist der Titel eines Beitrages, den Remscheid, Solingen und Wuppertal gemeinsam mit weiteren 13 Kommunen im Rahmen eines Wettbewerbs des NRW-Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr am 14. September eingereicht haben. Die Bewerbung war erfolgreich: das Ministerium hat jetzt die Bewerbung ausgewählt und stellt für die weitere Ausarbeitung im ersten Schritt 200.000 Euro zur Verfügung. Dazu gehört die Gründung eines Verbundes aus den drei Bergischen Großstädten mit ihren Umlandgemeinden. Insgesamt sind sechzehn Städte und der Kreis Mettmann mit von der Partie. Die Federführung für das Gemeinschaftsprojekt liegt in Abstimmung mit allen Kommunen bei der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

Der Landeswettbewerb startete im Juni 2016 unter dem Namen "StadtUmland.NRW". Ziel ist, dass Großstädte und ihre Nachbarkommunen Zukunftskonzepte für mehr und engere Zusammenarbeit entwickeln.

In erster Linie geht es um Antworten auf das drängende Problem der Bevölkerungsentwicklung. Im Metropolraum NRW mit den Entwicklungszentren an Rhein und Ruhr wird es eng; auch Solingen wächst wieder. Die Themen Wohnen und Siedlungsentwicklung, Mobilität und neue Infrastrukturen stehen deshalb im Mittelpunkt. Außerdem die Frage, wie eine produktive Arbeitsteilung von Großstädten und ihren ländlich geprägten Nachbarkommunen aussehen kann.

Die drei Bergischen Oberbürgermeister sehen große Chancen für das Städtedreieck in der Orientierung zur Rheinschiene. Sie haben deshalb die Gründung eines "Stadt-Umland-Verbundes" angeregt. Stellvertretend für alle beteiligten Kommunen ist Solingen offizieller Antragsteller für einen neu zu gründenden Stadt-Umland-Verbund. Die folgenden Kommunen und Kreise sind dabei:

  • Beteiligte Kreisfreie Großstädte: Solingen, Wuppertal, Remscheid, Düsseldorf, Leverkusen
  • Beteiligte Kreisangehörige Kommunen: Burscheid, Haan, Hilden, Hückeswagen, Langenfeld, Leichlingen, Monheim, Ratingen, Velbert, Wermelskirchen, Wülfrath
  • Beteiligter Kreis: Kreis Mettmann

Der Wettbewerb gliedert sich in zwei Phasen:

In der ersten Phase wurden durch die Jury insgesamt acht Stadt-Umland-Verbünde ausgezeichnet, die aufbauend auf ihrer erfolgreichen Bewerbung die Konzepte mit Fachleuten diskutieren, weiterentwickeln und anschließend präsentieren sollen. Für die detaillierte Ausarbeitung des Zukunftskonzeptes stehen dem neu zu gründenden Verbund nun 200.000 Euro zur Verfügung. Im Sommer 2017 werden die besten Zukunftskonzepte prämiert und im Rahmen eines Ergebniskongresses präsentiert.

Damit die Projekte langfristig an Verbindlichkeit gewinnen, bedürfen sie der demokratischen Legitimation. Daher werden sich im Rahmen der zweiten Phase die Stadträte und Kreistage mit den Projekten und Konzepten befassen.

Oberbürgermeister Tim Kurzbach: "Unsere Klingenstadt Solingen ist eine wachsende Stadt mit großem Potenzial. Die Herausforderungen der Zukunft können wir Kommunen zwischen Bergischem Land und Rhein viel besser bewältigen, wenn wir kooperieren. Deshalb muss die Zusammenarbeit im neu zu gründenden Stadt-Umland-Verbundes eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe sein. Der Verbund ist mir Herzenssache - auch, weil er die regionale Entwicklung der kommenden Jahre entscheidend prägen wird. Ich bedanke mich herzlich bei allen beteiligten Bürgermeistern, Oberbürgermeistern und Landräten für die Bereitschaft, die Initiative aus dem Bergischen Städtedreieck zu unterstützen."