Stolpersteine

Josef  Levy

geboren: 25. November 1901 in Bitburg
gestorben: 1942 im Vernichtungslager Auschwitz

Lebensweg

Josef Levy, der am 25. November 1901 in Bitburg geboren wird, lebt nur für kurze Zeit in Solingen. Als junger Mann kommt er im September 1924 in die Klingenstadt, um als Handlungsgehilfe im Herrenkonfektionsgeschäft Gebr. Weissfeldt auf der Kaiserstraße (heute: Hauptstraße) 157 zu arbeiten. Inhaber des Geschäfts ist zu dieser Zeit Alex Weissfeldt, der lange Jahre Repräsentant der Solinger Synagogengemeinde ist. Levy wohnt zunächst auf der Hauptstraße 192 und zieht 1925 in die Oststraße 6 um. 1927 hält er sich für vier Monate in Mönchengladbach auf. Nach seiner Rückkehr lebt er bis 1932 in der Weyerstraße 41, 1932 zieht er für kurze Zeit in die Malteserstraße 27. Kurz nach der „Machtergreifung" der Nationalsozialisten kehrt er im Mai 1933 nach Bitburg zurück, wo er in der Kölner Straße 33 gemeldet ist. Eventuell kann ihn der Inhaber Weissfeldt nach dem Boykott jüdischer Geschäfte durch die Nationalsozialisten in seinem Solinger Geschäft nicht weiter beschäftigen, aber auch viele andere Motive sind hier denkbar.

Von Bitburg zieht Levy nach Informationen des Bitburger Arbeitskreises Gedenken 1934 nach Langerwehe. Verheiratet ist er mit Renita Levy, über die nichts Weiteres bekannt ist. Laut dem Gedenkbuch des Bundesarchivs wird Josef Levy im Zuge der Inhaftierung jüdischer Männer nach der Reichspogromnacht vom 10. November bis zum 2. Dezember 1938 im KZ Sachsenhausen gefangen gehalten. Am 28. August 1942 deportieren ihn die Nationalsozialisten vom Sammellager Drancy bei Paris nach Auschwitz, wo er ermordet wird.

Text: Armin Schulte

Stand: 11.7.2016

VerlegeortMalteserstraße 27
StadtteilMitte
Verlegedatum04.04.2014

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