Stolpersteine

Ewald Peiniger

geboren: 5. Juli 1881 in Solingen-Gräfrath
gestorben: 26. März 1937 im Polizeigefängnis Solingen

Lebensweg

Der Werkzeugmacher Ewald Peiniger tritt während des Ersten Weltkrieges aus der SPD aus. In der Weimarer Republik engagiert er sich in der Kommunistischen Partei und der Gewerkschaft. Darüber hinaus ist er führend in der Konsumgenossenschaftsbewegung tätig.

Trotz der Beteiligung am illegalen Widerstand seiner Partei entgeht der bekannte Walder Kommunist den Verfolgungen in den ersten Jahre des NS-Regimes. Nach der Verhaftung von Albert Teichert Ende 1936 zerschlägt die Gestapo in den folgenden Monaten eine kommunistische Widerstandsgruppe in Wald. Mehr als zwanzig Regimegegner werden verhaftet. Sie werden beschuldigt, illegale Organisationen gebildet, Schriften verteilt, Geld für politisch Verfolgte gesammelt und den Moskauer Rundfunk gehört zu haben.

Zu ihnen gehört auch Ewald Peiniger. Am 23. März 1937 wird er von der Gestapo verhaftet und in das Polizeigefängnis im Solinger Stadthaus Potsdamer Straße eingeliefert. Während der Vernehmungen erleidet er schwere Misshandlungen. Drei Tage später, am 26. März 1937, wird er nach Aussage der Gestapo in seiner Zelle erhängt aufgefunden.

Zur gleichen Zeit verbüßt sein Sohn Willi (geboren am 23. Mai 1912) eine zweijährige Haftstrafe wegen „Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens", zu der er am 29. August 1935 vom Oberlandesgericht Hamm verurteilt worden ist.

Gegen die Walder Widerstandsgruppe (unter anderem Artur Hönemann) verkündet das Oberlandesgericht Hamm am 8. Oktober 1937 das Urteil. Die Strafen fallen im Vergleich zu früheren Prozessen deutlich höher aus, bis zu acht Jahren Zuchthaus werden verhängt.

Text: Armin Schulte

Stand: 30.5.2005

 

VerlegeortDeller Straße 25
StadtteilWald
Verlegedatum26.08.2005

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