Stolpersteine

Albert Tobias

geboren:  21. Mai 1891 in Heimbach
gestorben: im Ghetto Litzmannstadt (Lodz), verschollen

Lebensweg

Geschäft von Tobias beim "Judenboykott" am 1. April 1933 mit zwei SA-Leuten vor dem Geschäft

Der jüdische Kaufmann Albert Tobias unterhält in der Walder Hauptstraße 120 (heute: Friedrich-Ebert-Straße) ab den 1920er Jahren ein Herren-Konfektionsgeschäft. Er ist mit der Nichtjüdin Toni Jacoby verheiratet und hat mit ihr zwei Söhne.

Wie sein Vater will sich auch Siegfried Tobias (geboren am  25. Juni 1922) zum Textilkaufmann ausbilden lassen und fängt 1938 als Lehrling in dem Einzelhandelsgeschäft seines Vaters an. In der Pogromnacht am 9. November 1938 wird das Geschäft jedoch völlig zerstört und muss später geschlossen werden. Albert Tobias wird vorübergehend in „Schutzhaft" genommen.

Die Eheleute lassen sich scheiden, Albert Tobias zieht 1939 nach Köln um. 1941 wird er von dort aus in das Ghetto von Litzmannstadt (Lodz) deportiert, von wo er nicht zurückkehrt. Er gilt als verschollen.

Siegfried Tobias wird später irrtümlich zum Wehrdienst einberufen, jedoch als „Mischling ersten Grades" nach kurzer Zeit wieder entlassen.

Text: Armin Schulte

Stand: 30.5.2005

VerlegeortMenzelstraße 15
StadtteilWald
Verlegedatum07.02.2006

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