Stolpersteine

Fritz Wege

geboren: 5. Juli 1893 in Gurnen, Kreis Goldap
gestorben: 17. Dezember 1942 in Berlin

Lebensweg

Vor 1933 gehört der in Gräfrath lebende Schleifer Fritz Wege der KPD an. Am 22. August 1942 wird er von der Gestapo an seinem Arbeitsplatz verhaftet. Zeugen haben Wege denunziert, er habe zwei Zwangsarbeiter auf dem Weg in ihr Lager auf russisch angesprochen, sich als Kommunist bezeichnet und geäußert, Rußland werde den Krieg gewinnen. Wege habe die Ernährungslage kritisiert und schließlich die beiden Arbeiter aufgefordert, ihre Arbeit niederzulegen. Die Gestapo sieht deshalb in Wege einen „gemeingefährlichen Hetzer" und fordert: „Er hat mit seiner Handlungsweise ein hochverräterisches Unternehmen vorbereitet, indem er kommunistische Mundpropaganda betrieb. Er versuchte in diesem schicksalsschweren Ringen des deutschen Volkes, die Volksgemeinschaft zu untergraben und die Wehrkraft zu zersetzen. Es ist daher angebracht, ihn die volle Schärfe des Gesetzes fühlen zu lassen."

Am 17. Dezember 1942 wird Wege vom II. Senat des Volksgerichtshofes in Berlin wegen „landesverräterischer Begünstigung des Feindes in Verbindung mit Vorbereitung zum Hochverrat" zum Tode verurteilt. Noch am selben Tag verübt er in seiner Zelle Selbstmord.

Text: Armin Schulte

Stand: 16.4.2005

 

VerlegeortAhornstraße 4
StadtteilGräfrath
Verlegedatum26.08.2005

Stadtplan