Stolpersteine

Ernst Wittke

geboren: 2. Januar 1911 in Solingen-Ohligs
gestorben: 31. Dezember 1945 Sowjetunion (für tot erklärt)

Lebensweg

Der Metallarbeiter Ernst Wittke leitet vor 1933 die Jugendgruppe Ohligs der Naturfreunde. Nach der nationalsozialistischen „Machtergreifung" beteiligt er sich zusammen mit seiner Frau Wanda am Widerstand der KPD. Eine von ihm geleitete Gruppe versieht Kurier- und Transportdienste, leitet Schriften und Flugblätter an die Widerstandsgruppen weiter. Wittke wird im April 1934 festgenommen und zunächst "zur Verfügung" der Gestapo im Polizeigefängnis Düsseldorf festgehalten. Später wird er in das Gerichtsgefängnis Düsseldorf verlegt.

In einem der großen Prozesse gegen Solinger Kommunisten steht er am 25. Januar 1935 mit über 40 weiteren Genossen vor dem III. Strafsenat des OLG Hamm in Düsseldorf. Wegen „Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens" wird er zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Die Strafhaft verbüßt Wittke bis Mai 1935 in Anrath, dann wird er ins Moor nach Brual-Rhede verlegt. Nach seiner Entlassung im April 1936 ist er zunächst erwerbslos, arbeitet dann seit 1938 als Fabrikationsführer bei der Fa. Pfeilring. Im Mai 1942 wird er zur Wehrmacht einberufen und an die Ostfront verlegt. Zwei Tage vor Weihnachten 1942 wird er bei Gefechtshandlungen am Don zum letzten Mal gesehen. Ernst Wittke wird mit Datum vom 31. Dezember 1945 für tot erklärt.

Text: Armin Schulte

Stand: 16.4.2005

 

VerlegeortWilzhaus 12
StadtteilOhligs/Aufderhöhe/Merscheid
Verlegedatum06.12.2010

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