Führerschein: Umtausch einer ausländischen Fahrerlaubnis

Wer aus einem Land außerhalb der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) nach Deutschland zieht, und hier Auto oder Motorrad fahren will, muss seinen ausländischen Führerschein spätestens nach sechs Monaten gegen einen deutschen umtauschen.

Wer eine Fahrerlaubnis aus einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union (EU) oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) besitzt, hat eine Fahrberechtigung im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Diese Führerscheine müssen nicht umgetauscht werden.

Für die Führerscheinklassen C, CE, C1, C1E, D1, D1E, D, DE gelten besondere Regelungen. Diese sind im Einzelnen bei der Fahrerlaubnisbehörde zu erfragen.

Bei Inhabern einer gültigen Fahrerlaubnis aus einem Staat außerhalb der EU bzw. EWR besteht die Fahrberechtigung sechs Monate ab Begründung eines ordentlichen Wohnsitzes.

Ein ordentlicher Wohnsitz wird in der Regel mit der Anmeldung am Wohnort begründet, jedoch spätestens nach 185 Tagen.

Wichtig!

Eine Fahrberechtigung in Deutschland besteht grundsätzlich nur, wenn

  • der Inhaber einer ausländischen Fahrerlaubnis zum Zeitpunkt des Erwerbs des ausländischen Führerscheins in dem jeweiligen Land einen ordentlichen Wohnsitz (mindestens 185 Tage) hatte und
  • ihm die Fahrerlaubnis nicht entzogen oder versagt wurde bzw. das Recht aberkannt wurde, von seiner Fahrerlaubnis Gebrauch zu machen.

benötigte Unterlagen

  • Personalausweis oder Reisepass
  • ein Passbild ( Biometrietauglich, nicht älter als ein Jahr )
  • ausländischer Führerschein
  • Übersetzung des ausländischen Führerscheins durch eine amtlich anerkannte Stelle, z.B. Automobilclub, diplomatische Vertretung
  • Nachweis über die Begründung des Wohnsitzes in Deutschland
    (Formular erhältlich bei der Fahrerlaubnisbehörde)
  • Angabe der Fahrschule, falls eine neue praktische bzw. theoretische Führerscheinprüfung abgelegt werden muss

Zusätzliche Unterlagen

Antragsteller, deren Führerscheine in Staaten außerhalb der EU/EWR ausgestellt wurden und diese nicht in der Staatenliste der Anlage 11 Fahrerlaubnis-Verordnung aufgeführt sind und nicht in einer dort aufgeführten Klassen erteilt wurden, benötigen noch weitere Unterlagen

für die Klassen A1, A2, A, AM, B, BE, L und T

  • Sehtestbescheinigung
  • Nachweis über " Erste Hilfe "

für die Klassen C1, C1E, C, CE, D1, D1E, D, DE

  • augenärztliches und allgemeinmedizinisches Zeugnis
  • Nachweis über " Erste Hilfe "

für die Klassen D1, D1E, D und DE

  • augenärztliches und allgemeinmedizinisches Zeugnis
  • Nachweis über " Erste Hilfe "
  • gegebenenfalls sind besondere Leistungstests erforderlich

Kurse in Erster Hilfe

werden u.a. vom Deutschen Roten Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Johanniter Unfallhilfe oder dem Arbeiter Samariter Bund durchgeführt.

 

Ein Passbildautomat ist im Untergeschoß der Gasstr. vorhanden.

Preis / Kosten

35,00 bis 43,40 Euro (je nach Einzelfall)

Hinweise

Eine persönliche Vorsprache ist erforderlich!

Rechtliche Grundlagen

  • §§ 28 bis 31 Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV)

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