Untersuchungsberechtigungsschein

Sie gehen als Jugendlicher einer Beschäftigung nach und müssen sich der vorgeschriebenen medizinischen Untersuchung unterziehen?

Das Jugendarbeitsschutzgesetz

regelt die gesundheitliche Betreuung arbeitender Jugendlicher.

Für die vorgeschriebenen Untersuchungen werden an Jugendliche Scheine ausgestellt, die zu einer kostenlosen Untersuchung berechtigen.

Verschiedene Untersuchungsberechtigungsscheine

Folgende Untersuchungsberechtigungsscheine können in den Bürgerbüros ausgestellt werden:

  • Für die Erstuntersuchung
    d.h. eine Untersuchung innerhalb der letzten 14 Monate vor Arbeitsaufnahme (§ 32 Abs. 1 JArbSchG).
  • Für Nachuntersuchungen
    d.h. Untersuchungen vor Ablauf des 1. Beschäftigungsjahres (§ 33 Abs. 1 und 34 JArbSchG).
  • Für außerordentliche Nachuntersuchungen
    d.h. für unabhängig von der regelmäßigen Nachuntersuchung vom Arzt zusätzlich angeordnete Nachuntersuchungen (§ 35 Abs. 1 JArbSchG).
  • Für Untersuchungen auf Veranlassung
    der Staatlichen Ämter für Arbeitsschutz bzw. Bergämter. (§ 42 JArbSchG).

Voraussetzungen

Dabei sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • die Hauptwohnung des/der Jugendlichen liegt im Gebiet der Stadt Solingen, oder
  • bei im Ausland lebenden Jugendlichen ist der Beschäftigungsort Solingen,
  • der/die Jugendliche hat am Tag des Beginns der Beschäftigung das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet.

Untersuchungsberechtigungsscheine werden grundsätzlich den Jugendlichen selbst oder den Personensorgeberechtigten (Eltern, Vormund, Betreuer) ausgehändigt. Neben dem Untersuchungsberechtigungsschein wird gleichzeitig ein Erhebungsbogen ausgehändigt, der vom Jugendlichen bzw. den Eltern (Personensorgeberechtigten) zu Hause auszufüllen und zu unterschreiben ist. Beide Papiere sind zur ärztlichen Untersuchung mitzubringen. Die Arztwahl ist frei.

In der Regel können Untersuchungsberechtigungsscheine nur einmal ausgestellt werden

Bei Verlust kann jedoch ein Ersatzschein ausgehändigt werden. Mehrfachausgaben von Untersuchungsscheinen sind jedoch möglich, wenn:

  • der/die Jugendliche sich bereits der Erstuntersuchung unterzogen hat, aber erst nach mehr als einem Jahr erstmals eine Beschäftigung aufgenommen hat,
  • bei Wechsel des Arbeitgebers,
  • die letzte Untersuchung vor Aufnahme der Beschäftigung länger als ein Jahr zurückliegt,
  • der Arbeitgeber gewechselt wurde und deshalb eine Nachuntersuchung erforderlich wird.

benötigte Unterlagen

  • alter Personalausweis (auch ungültig) oder Reisepass oder Kinderausweis bzw. Kinderreisepass

Preis / Kosten

  • frei

Hinweise

Ein Untersuchungsberechtigungsschein kann auch schriftlich oder telefonisch beantragt werden.

 

Rechtliche Grundlagen


Jugendarbeitsschutzgesetz

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