Ausländer: Ausweisersatz

Alle Ausländerinnen und Ausländer sind verpflichtet, einen anerkannten und gültigen Pass oder Passersatz zu besitzen. Für den Aufenthalt in Deutschland wird die Passpflicht auch durch den Besitz eines Ausweisersatzes erfüllt.

Entscheidend für die Ausstellung eines Ausweisersatzes ist, dass es Ihnen derzeit nicht zumutbar ist, von der Vertretung Ihres Heimatstaates einen Pass oder Passersatz zu bekommen.

Als zumutbar gilt insbesondere:

  • rechtzeitig vor Ablauf der Gültigkeit Ihres Passes Anträge für Neuerteilung oder Verlängerung zu stellen
  • an der Ausstellung oder Verlängerung mitzuwirken und die Behandlung eines Antrages durch die Behörden des Herkunftsstaates nach dem Recht des Herkunftsstaates zu dulden
  • vom Herkunftsstaat allgemein festgelegte Gebühren zu bezahlen
  • Falls Sie nur vorübergehend nicht im Besitz eines Passes oder Passersatzes sind (die Ausstellung eines neuen Passes nimmt einige Zeit in Anspruch, Ihr Pass oder Passersatz wurde der Vertretung eines auswärtigen Staates zur Durchführung eines Visumverfahrens vorübergehend überlassen), müssen Sie sich zunächst bei Ihrer Vertretung um die Ausstellung eines vorläufigen Passes oder Passersatzes kümmern.

Ein Anspruch auf Ausstellung eines Ausweisersatzes besteht nicht. Es handelt sich um eine Einzelfallentscheidung.

Die Anragstellung muss persönlich erfolgen.

Ein Ausweisersatz berechtigt nicht zum Grenzübertritt. In das Ausland können Sie mit einem Ausweisersatz daher nicht reisen.

Vorsprache nur nach vorheriger Terminvereinbarung unter der Rufnummer 0212 / 290-2289 möglich.

benötigte Unterlagen

  • ein (auch abgelaufener) Pass oder - falls nicht mehr vorhanden:
  • ein anderer amtlicher Lichtbildausweis, zum Beispiel ein Führerschein
  • ein aktuelles Lichtbild ("Biometriefotos") gemäß der Fotomustertafel der Bundesdruckerei GmbH
  • Unterlagen zu den Gründen, die zu der Unzumutbarkeit für die Beschaffung eines Nationalpasses geführt haben, zum Beispiel eine Bestätigung der Botschaft. Wenn keine Unterlagen vorhanden sind, sollte eine ausführliche schriftliche Begründung erfolgen.
  • Bei Anträgen für ein noch nicht 16 Jahre altes Kind durch nur ein Elternteil: eine Einverständniserklärung sowie den Pass des anderen Sorgeberechtigten oder den Nachweis über das alleinige Sorgerecht.

Preis / Kosten

Der Ausweisersatz wird in Form eines elektronischen Aufenthaltstitels erteilt. Hinsichtlich der Gebühren setzen sie sich bitte mit dem Ausländer- und Integrationsbüro in Verbindung!

Rechtliche Grundlagen

Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (Aufenthaltsgesetz - AufenthG)

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