Ausländer: Elektronischer Aufenthaltstitel (eAT)

Aufenthaltstitel werden als eigenständiges Dokument in Scheckkartengröße ausgestellt.

Der elektronische Aufenthaltstitel (eAT) wird für folgende Aufenthaltstitel ausgestellt:

  • Aufenthaltserlaubnis
  • Niederlassungserlaubnis
  • Erlaubnis zum Daueraufenthalt EG
  • Aufenthaltskarte für Familienangehörige von EU-Bürgern, die nicht Unionsbürger sind
  • Daueraufenthaltskarte für Familienangehörige von EU-Bürgern, die nicht Unionsbürger sind
  • Aufenthaltserlaubnis für Schweizer

Diese Karte enthält einen Chip, auf dem

  • personenbezogene Daten
  • biometrischen Daten (das Gesichtsbild und zwei Fingerabdrücke)
  • Daten für elektronische Behördendienste (Elektronischer Identitätsnachweis (eID)
  • Qualifizierte elektronische Signatur (QES)
  • zusätzliche Bestimmungen im Zusammenhang mit dem Aufenthaltstitel (z. B. zur Erwerbstätigkeit)

gespeichert sind werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass es keine Umtauschaktion von alten Aufenthaltstiteln in Etikettform in den neuen eAT gibt. Dies bedeutet, dass alle bisherigen Aufenthaltstitel bis zum Ablauf der Befristung beziehungsweise bis zur Neuausstellung oder Verlängerung des Reisepasses gültig bleiben und erst bei der Beantragung der entsprechenden Verlängerung beziehungsweise dem Übertrag des Aufenthaltstitels ein eAT bestellt wird.

Da auf dem Chip des Elektronischer Aufenthaltstitels auch die Fingerabdrücke gespeichert werden, ist künftig generell immer die persönliche Vorsprache bei antragstellenden Personen ab dem 6. Lebensjahr erforderlich. Ferner muss das Foto biometrietauglich sein.

Die maximale Gültigkeitsdauer liegt bei 10 Jahren für unbefristete Aufenthaltstitel. Sie ist allerdings an die Passgültigkeit gebunden. Bei befristeten Aufenthaltstiteln wird das Gültigkeitsdatum des Titels genutzt.

Der eAT wird ausschließlich von der Bundesdruckerei in Berlin ausgestellt und anschließend an das Ausländer- und Integrationsbüro versandt. Dadurch ergeben sich Wartezeiten von ca. 4-6 Wochen. Das Ausländer- und Integrationsbüro ist dann nicht mehr in der Lage, Ihren Aufenthaltstitel direkt bei der Vorsprache zu verlängern. Diese Regelung gilt auch für Passüberträge.

Bei Verlust des eAT ist unverzüglich die Ausländerbehörde zu informieren. Des Weiteren sollte die auf dem Pin-Brief angegebene Sperrhotline unverzüglich angerufen werden, so dass die elektronische Ausweisfunktion der Karte zeitnah gesperrt werden kann. Eine Terminvereinbarung für die Neuausstellung des verloren gegangenen eAT ist im Zuge des Verlustes ebenfalls unerlässlich.

Preis / Kosten

Es fallen unterschiedliche Gebühren an. Bitte erkundigen Sie sich im Einzelfall beim Ausländer- und Integrationsbüro.

Gebührenbefreiung und Ermäßigung möglich. Bitte beachten Sie auch, dass für türkische Staatsangehörige unter besonderen Voraussetzungen ein Erlass der Gebühr möglich ist. Die Sachbearbeiter des Ausländer- und Integrationsbüros informieren.

Hinweise

Für die Beantragung des elektronischen Aufenthaltstitels ist eine vorherige Terminvereinbarung erforderlich. Die Abholung des elektronischen Aufenthaltstitel kann ohne Termin

Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr im Zimmer 16, Kölner Straße 45, erfolgen.

Folgende Unterlagen sind bei Abholung erforderlich:

  • Nationalpass (auch den ungültig gewordenen)

Der elektronische Aufenthaltstitel kann auch von einer bevollmächtigten Person abgeholt werden (ab 16 Jahren). Bitte nutzen Sie hierfür das dafür vorgesehene Vollmachtformular, welches Sie nebenstehend unter "Downloads" aufrufen können.

 

Kinder und Jugendliche ab 16 Jahre können ohne ein Elternteil den elektronischen Aufenthaltstitel selber abholen.

Rechtliche Grundlagen

Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (Aufenthaltsgesetz - AufenthG)

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