Ausländer: Integrationskurse

Das Zuwanderungsgesetz sieht erstmals ein Konzept zur Integration von Migranten in Deutschland vor. Kernpunkt ist die Durchführung von sog. Integrationskursen, die dem Erwerb von ausreichenden Kenntnissen der deutschen Sprache und auch der Vermittlung von Alltagswissen, Kenntnissen der Rechtsordnung, der Kultur und Geschichte in Deutschland sowie der Werte des demokratischen Staatswesen dienen sollen.

Zur Teilnahme an Integrationskursen sind grundsätzlich alle Ausländer berechtigt, die

  • nach dem 01.01.2005 erstmals eine Aufenthaltserlaubnis erhalten und
  • sich auf Dauer,
  • zu Erwerbszwecken,
  • zum Zwecke des Familiennachzugs oder
  • aus humanitären Gründen in Deutschland aufhalten.

Ausländer, die vor dem 01.01.2005 bereits im Besitz eines Aufenthaltstitels (sog. Bestandsausländer) waren, haben keinen Anspruch auf Teilnahme an einem Integrationskurs. Dieser Personenkreis kann im Rahmen verfügbarer Kursplätze zur Teilnahme zugelassen werden; das Bundesamt entscheidet auf Antrag über die Zulassung. Das gleiche gilt für EU-Staatsangehörige.

Eine abschließende Beurteilung, wer zur Ableistung eines Integrationskurses verpflichtet/berechtigt ist, kann nur durch die Mitarbeiter des Ausländer- und Integrationsbüros erfolgen

Weitere Informationen können den Internetseiten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge entnommen werden.

Preis / Kosten

1,95 € pro absolvierter Unterrichtsstunde.

Weitere Infos auf Nachfrage.

Hinweise

Die Berechtigung zur Teilnahme an einem Integrationskurs wird für einen Ausländer zur Verpflichtung, wenn sich dieser nicht auf einfache bzw. ausreichende Art in deutscher Sprache mündlich verständlich machen kann oder er Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch bezieht oder in besonderer Weise integrationsbedüftig ist.
Kommt ein zur Teilnahme verpflichteter Ausländer seiner Verpflichtung aus von ihm zu vertretenden Gründen nicht nach, kann dieses Konsequenzen für den weiteren Aufenthalt in Deutschland haben (Verkürzung bzw. Versagung der Aufenthaltserlaubnis, Versagung der Niederlassungserlaubnis bzw. der Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG, Kürzungen von Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch). Es können auch Bußgelder erhoben werden.

Die möglichen Folgen werden in einem persönlichen Gespräch erörtert.

Rechtliche Grundlagen

Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (Aufenthaltsgesetz - AufenthG)

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