Sterbefälle

Verstirbt ein Mensch, ist die Beurkundung von dem Standesamt vorzunehmen, in dessen Amtsbezirk der Tod eingetreten ist.
Das Standesamt Solingen ist somit für die Beurkundung von Sterbefällen im Stadtgebiet Solingen zuständig.

In der Regel wird sich das von den Angehörigen beauftragte Beerdigungsinstitut um die Abwicklung der Formalitäten kümmern. Es wird gebeten, die jeweils in Frage kommenden Urkunden und Dokumente dem Bestattungsinstitut mitzugeben. Das Beerdigungsinstitut meldet dann den Sterbefall beim Standesamt an.

Bei Sterbefällen in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie sonstigen Einrichtungen sind die Institutionen zur Anzeige verpflichtet. Diese Anzeige ist dann vom Bestattungsunternehmen bzw. Angehörigen des Verstorbenen mit den entsprechenden Dokumenten und Urkunden beim Standesamt vorzulegen.

benötigte Unterlagen

Das Standesamt benötigt zur Beurkundung eines Sterbefalles nachstehend aufgeführte Unterlagen:

  • Todesbescheinigung
  • Personalausweis oder Reisepaß des Verstorbenen
  • Nachweis über den letzten Wohnsitz
  • Sterbefallanzeige (den Vordruck finden Sie nebenstehenden unter Formulare)

Der Sterbefallanzeige sind folgende Unterlagen beizufügen

  • bei nicht Verheirateten:

    eine Geburtsurkunde

  • bei Verheirateten:

    bei Eheschließung bis 31.12.1957 eine Eheurkunde oder beglaubigte Abschrift aus dem Heiratseintrag
    bei Eheschließung ab 01.01.1958 eine beglaubigte Abschrift des als Heiratseintrag fortgeführten Familienbuches
    bei Eheschließung ab 01.01.2009 eine Eheurkunde

  • bei Verwitweten:

    bei Eheschließung bis 21.12.1957 eine Eheurkunde mit Auflösungsvermerk
    bei Eheschließung ab 01.01.1958 eine Eheurkunde mit Auflösungsvermerk oder eine beglaubigte Abschrift des al Heiratseintrag fortgeführten Familienbuches mit Auflösungsvermerk
    Sterbeurkunde des Ehegatten, falls dessen Sterbefall in der Eheurkunde bzw. im als Heiratseintrag fortgeführten Familienbuches nicht eingetragen ist
    bei Eheschließung ab 01.01.2009 eine Eheurkunde mit Auflösungsvermerk

  • bei Geschiedenen:

    bei Eheschließung bis 31.12.1957 eine Eheurkunde mit Auflösungsvermerk
    bei Eheschließung ab 01.01.1958 eine Eheurkunde mit Auflösungsvermerk oder eine beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch mit Auflösungsvermerk
    Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk, falls die Scheidung in der Eheurkunde bzw. Familienbuch nicht eingetragen ist
    bei Eheschließung ab 01.01.2009 eine beglaubigte Abschrift aus dem Eheregister mit Auflösungsvermerk

  • bei begründeten Lebenspartnerschaften:

    eine Lebenspartnerschaftsurkunde
    gegebenenfalls eine Bescheinigung über eine namensrechtliche Erklärung nach § 3 Abs. 1 bis 3 des LpartG

  • bei aufgelösten Lebenspartnerschaften:

    eine Lebenspartnerschaftsurkunde
    Auflösungsurteil mit Rechtskraftvermerk, falls die Auflösung in der Lebenspartnerschaftsurkunde nicht eingetragen ist oder
    eine Sterbeurkunde des Lebenspartners
    gegebenenfalls eine Bescheinigung über eine namensrechtliche Erklärung nach § 3 Abs. 1 bis 3 des LpartG

Alle genannten Urkunden und Übersetzungen müssen als Originale und nicht in Kopie eingereicht werden.

Eine endgültige Prüfung kann erst nach Vorlage der Dokumente erfolgen. Dabei können sich im Einzelfall Sachverhalte ergeben, die die Vorlage weiterer Unterlagen erforderlich machen können.

Fristen

Der Sterbefall muss mündlich oder schriftlich mit den unten näher bezeichneten Dokumenten und der ärztlichen Todesbescheinigung spätestens am dritten auf den Tod folgenden Werktag angezeigt werden.

Hinweise

Service für auswärtige Bestatter
Auswärtige Bestattungsunternehmen können die benötigten Unterlagen vorab per Fax an das Standesamt Solingen schicken. Wenn Sie dieses Angebot nutzen wollen, müssen Sie bei der Abholung der Personenstandsurkunden die Richtigkeit der Angaben durch Vorlage der Originaldokumente nachweisen.

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