Reiseverkehr mit Heimtieren - in Länder innerhalb der EU

Die nachfolgend aufgeführten Bestimmungen gelten nicht für Tiere, die Gegenstand eines Verkaufs oder einer Eigentumsübertragung sind.

Verreisen mit Hund, Katze oder Frettchen

Für Hunde Katzen und Frettchen wird ein EU-Heimtierausweis vom praktizierenden Tierarzt ausgestellt, der auf Reisen innerhalb der EU mitgeführt werden muss.

Zur eindeutigen Identifikation müssen die o.g. Tiere mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein.

Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass im Einklang mit den Empfehlungen des Impfstoffherstellers eine gültige Tollwutimpfung des betreffenden Tieres vorgenommen wurde.

Ein wirksamer Impfschutz gegen Tollwut gilt als gegeben, wenn die Impfung

  • im Falle einer Erstimmunisierung bei Welpen im Alter von mindestens 3 Monaten mindestens 21 Tage nach Abschluss der Grundimmunisierung und längstens den Zeitraum zurückliegt, den der Impfstoffhersteller für eine Wiederholungsimpfung angibt,
  • im Falle einer Wiederholungsimpfung innerhalb des Zeitraums durchgeführt wurde, den der Impfstoffhersteller dafür angibt; eine Wiederholungsimpfung ist unmittelbar gültig.
Verreisen mit Hunde Katzen und Frettchen, die jünger als drei Monate und nicht geimpft sind
  • EU-Heimtierausweis
  • Mikrochip/Tätowierung
  • Bestätigung des Tierarztes dass, das Tier seit seiner Geburt an dem Ort gehalten wurde, an dem sie geboren ist, ohne mit wild lebenden Tieren, die einer Infektion mit dem Tollwutvirus ausgesetzt gewesen sein könnten, in Kontakt gekommen zu sein.
  • Die Einreise ist auch gestattet, wenn das Tier seine Mutter begleitet, von der es noch abhängig ist, und das Muttertier die Einreisebedingungen erfüllt.
Sonderregeln innerhalb der EU

Irland, Malta, Schweden und das Vereinigte Königreich stellen zusätzliche Anforderungen.

  • Kennzeichnung mit Mikrochip (Tätowierung ist nicht ausreichend)
  • Gültige Impfung gegen Tollwut
  • EU-Heimtierausweis
  • Bluttest, so genannte Antikörpertiter-Bestimmung
    Zwischen Blutentnahme und möglichem Einreisetermin ist eine Frist von bis zu 6 Monaten einzuhalten. Das Blut wird vom praktizierenden Tierarzt entnommen, und zwar mindestens 30 Tage nach der Impfung (Schweden: 120 Tage). Die Untersuchung muss in einem, von der EU dafür zugelassenen Labor erfolgen. Das Ergebnis wird vom Tierarzt in den Heimtierausweis eingetragen. Der Bluttest ist nur einmalig im Leben eines Tieres erforderlich, wenn danach der Impfschutz regelmäßig aufgefrischt wird.
  • Behandlung gegen Zecken und Bandwürmer kurz vor der Einreise
  • Welpen und Jungkatzen unter 3 Monaten dürfen nicht eingeführt werden.

Einige Länder haben zudem nationale Sonderregeln, die zu beachten sind (z.B. bezüglich bestimmter Hunderassen).

Es ist zu empfehlen, sich langfristig vor Antritt einer Reise über die aktuell gültigen Bestimmungen zu informieren.

Rückreise nach Deutschland

Bei der Rückreise nach Deutschland müssen die allgemeinen EU-Bestimmungen (s.o.) beachtet werden.

Verreisen mit anderen Tieren

Bei anderen Tierarten kann es sein, dass das Einreiseland ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis fordert. Näheres ist bei der entsprechenden Ländervertretung (siehe Downloads/Links) zu erfragen.

Sollten Sie eine amtstierärztliche Bescheinigung benötigen, kommen Sie bitte nach vorheriger Terminvereinbarung mit Ihrem Tier für die erforderliche Begutachtung zum Bergischen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt. Bitte beachten Sie, dass diese Bescheinigung in der Regel 10 Tage gültig ist und deshalb erst kurz vor Reiseantritt ausgestellt werden sollte.

Das Tier und die Impfpapiere sind mitzubringen.

Für weitere Fragen steht Ihnen das Bergische Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt (BVLA) zur Verfügung.

benötigte Unterlagen

Impfpapiere des Tieres

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