Anerkennung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag (AnFöVO)

Pflegebedürftige können nach Landesrecht anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag nutzen. Die Kosten dafür können gegenüber der Pflegekasse geltend gemacht werden, es steht ein bestimmtes monatliches Budget zur Verfügung.

Unterstützungsangebote im Alltag sind

  • Betreuungsangebote für Pflegebedürftige
  • Angebote zur Entlastung von Angehörigen oder vergleichbar nahestehenden Personen, die Pflegeverantwortung übernehmen
  • Angebote zur Entlastung im Alltag, die sich an Pflegebedürftige richten und helfen, allgemeine oder pflegebedingte Anforderungen des Alltags oder im Haushalt oder bei der eigenverantwortlichen Organisation individuell benötigter Hilfeleistungen zu bewältigen. .

Die Kreise und kreisfreien Städte sind seit 2017 zuständig

  • für die Anerkennung von Unterstützungsangeboten im Alltag (§ 45b Absatz 1 Nr. 4 SGB XI, bisher niedrigschwellige Betreuungsangebote)
  • für die Anerkennung als Koordinierungsstelle (für die Koordinierung sogenannter Einzelkräfte, die in einem unmittelbaren Beschäftigungsverhältnis mit dem Pflegebedürftigen stehen) sowie
  • für die Anerkennung von Schulungskonzepten für die erforderliche Basisqualifizierung von leistungserbringenden Personen.

Die Voraussetzungen und das Verfahren zur Anerkennung der Angebote zur Unterstützung im Alltag werden in der Anerkennungs- und Förderungsverordnung (AnFöVO) geregelt.

Auskunft: unterstuetzung-im-alltag@solingen.de

Preis / Kosten

Die Bearbeitung der Anerkennungsanträge nach § 14 Absatz 1 AnFöVO ist gebührenpflichtig. Die Gebühr für den Erstantrag auf Anerkennung beträgt zwischen 160 Euro und 2.500 Euro.

Hinweise

Für die Antragstellung hat das zuständige Ministerium (Ministerium für Gesundheit, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen) ein elektronisches Antragsverfahren vorgesehen. Unter den Links können Sie Sie sich registrieren und einen (Neu-) Antrag stellen.