Denkmalschutz und Stadtbildpflege

Auf dem Gebiet der Stadt Solingen sind etwa 1.000 Objekte in die Denkmalliste eingetragen. Daneben gibt es fünf Bodendenkmäler sowie fünf Denkmalbereiche: den Ortskern Gräfrath, die Hofschaft Dahl, Oberburg, den Ortskern Wald und Unterburg.

Für alle Arbeiten an und in einem Bau- oder Bodendenkmal ist gemäß § 9 Denkmalschutzgesetz NRW eine schriftliche Erlaubnis der Unteren Denkmalbehörde erforderlich. Unter die Erlaubnispflicht fallen nicht nur „große“ Instandhaltungsmaßnahmen wie z. B. die Neueindeckung des Daches oder der Austausch von Fenstern sondern z. B. auch Malerarbeiten im Gebäudeinneren oder der Austausch des Heizkessels.

Im Denkmalbereich besteht die Erlaubnispflicht bei allen Gebäuden, für alle Arbeiten, die das geschützte Erscheinungsbild berühren. In der Regel betrifft dies alle Arbeiten an der äußeren Gebäudehülle, dem Grundstück und seiner Einfriedung.

Herstellungskosten für Baumaßnahmen, die nach Art und Umfang erforderlich sind, um das Baudenkmal zu erhalten zu erhalten und sinnvoll zu nutzen, können steuerlich geltend gemacht werden. Im Denkmalbereich gilt dies für alle Aufwendungen zum Erhalt des äußeren Erscheinungsbildes.

Es besteht die Möglichkeit, zinsvergünstigte Darlehen über die NRW-Bank zu erhalten. Auch Wohnungsbauförderungs- und Modernisierungsmittel können bevorzugt in Anspruch genommen werden.

benötigte Unterlagen

Anträge auf Erteilung einer denkmalrechtlichen Erlaubnis sind schriftlich einzureichen. Beizufügen sind je nach geplanter Maßnahme alle zur Beurteilung des Vorhabens erforderlichen Unterlagen. Eine Steuerbescheinigung ist ebenfalls schriftlich zu beantragen. Hier sind alle Rechnungen im Original beizufügen.

Antragsvordrucke und Infoblätter sind bei der Unteren Denkmalbehörde und im Internet erhältlich.

Hier erhalten Sie auch Auskünfte zur Denkmalliste und zu den Denkmalbereichen.

Preis / Kosten

Für denkmalrechtliche Erlaubnisse sowie für allgemeine Beratungen fallen keine Gebühren an.

Steuerbescheinigungen sind bei Aufwendungen bis 5.000 € gebührenfrei. Bis 250.000 € beträgt die Gebühr 1% der bescheinigten Aufwendung, darüber reduzieren sich die Gebühren gestaffelt.

Rechtliche Grundlagen

Denkmalschutzgesetz NRW

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