Lärm

Unter Lärm werden Geräusche verstanden, die stören oder unerwünscht sind.

Die Bewertung eines Geräusches als Lärm hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Hierzu zählen neben der Lautstärke und der Frequenz auch die Dauer, die Häufigkeit und die Tageszeit des Auftretens (tags oder nachts, sonn- oder werktags) sowie die Art und die Ortsüblichkeit des Geräusches.

Von maßgeblicher Bedeutung sind darüber hinaus subjektive Faktoren, wie zum Beispiel die persönliche Einstellung des Betroffenen zu den Ursachen des Lärms, sein Ruhebedürfnis, sein Gesundheitszustand, die individuelle Gewöhnung, aber auch die soziale Adäquanz und die allgemeine Akzeptanz des Geräusches.

Lärm stellt nicht nur eine Belästiung dar, sondern kann auch zu Gesundheitsbeeinträchtigungen führen. Hierzu zählen außer Schädigungen des Gehörs beispielsweise erhöhte Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Bei nächtlichen Schlafstörungen ist die Gefahr einer gesundheitlichen Beeinträchtigung besonders groß. Die Frage, ob eine schädliche Umwelteinwirkung durch Lärm vorliegt, verlangt eine Würdigung aller Umstände des Einzelfalles.

Für einige Bereiche existieren konkretisierende Regelwerke, wie zum Beispiel für den Fluglärm (Fluglärmgesetz), Verkehrslärm (16. Bundes-Immissionsschutzverordnung - BImSchV), gewerblicher Lärm (Technische Anleitung Lärm - TA Lärm), Sportlärm (18. BImSchV), Freizeitlärm (Runderlass des Umweltministeriums NRW vom 23.10.2006), Geräte- und Maschinenlärm (32. BImSchV), Baustellenlärm (Allgemeine Verwaltungsvorschrift - AVV Baulärm). Gemessen wird der Schalldruckpegel in Dezibel (dB).

Rechtliche Grundlagen

Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)

Landes-Immissionsschutzgesetz (LImSchG)

Technische Anleitung Lärm (TA Lärm)

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