Ehrenring 2012 für Bürgermeister Yossi Shvo

Yossi Shvo erhält den Ehrenring der Stadt Solingen

Auszeichnung für den Bürgermeister der Partnerstadt Ness Ziona

Im Rahmen des Festakts zum Tag der Deutschen Einheit ist Yossi Shvo, Bürgermeister von Solingens israelischer Partnerstadt Ness Ziona der Ehrenring der Stadt Solingen verliehen worden. Dies hatte der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 27. September einstimmig beschlossen.

Er würdigt mit dieser Auszeichnung die besonderen Verdienste von Yossi Shvo als Bürgermeister von Ness Ziona um die Städtepartnerschaft mit Solingen.

Der Ehrenring ist - neben der Ehrenbürgerwürde - die höchste Auszeichnung der Stadt Solingen, und sie geht sparsam damit um: Yossi Shvo ist in 51 Jahren erst der 68. Träger des Ehrenrings.

In seiner Laudatio hob Oberbürgermeister Norbert Feith aufrichtige Freundschaft und Treue als Prädikate hervor, die auch die Partnerschaft der beiden Städte Ness Ziona und Solingen kennzeichnen. Deshalb bat er: „Nehmen Sie, lieber Herr Shvo, den Ehrenring an. Nehmen Sie ihn bitte auch stellvertretend an für die 31.000 Bürgerinnen und Bürger Ihrer Stadt.“

25 Jahre Städtepartnerschaft mit Ness Ziona

Anlass für die Verleihung des Ehrenrings war das 25-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Ness Ziona und Solingen. Oberbürgermeister Feith dankte in seiner Ansprache noch einmal für den warmherzigen Empfang und die Gastfreundschaft, die er selbst zusammen mit einer Delegation des Rates im Frühjahr dieses Jahres in Ness Ziona erfahren durfte, und führte weiter aus:

„Es war ein Zufall, dass der Gegenbesuch aus Ness Ziona und der Tag der Deutschen Einheit zusammengefallen sind. Aber ich halte es für eine glückliche Fügung, wenn wir die deutsche Einheit und das 25jährige Jubiläum unserer deutsch-israelischen Städtepartnerschaft heute im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung feiern.

Ich bin der Überzeugung, dass die Kombination der beiden Anlässe sehr viel Sinn macht. Wenn wir heute die Deutsche Einheit zusammen mit unseren israelischen Freunden feiern, dann sehe ich darin einen Ausdruck der Internationalität des modernen Deutschland und der Weltzugewandtheit unserer Stadt.

Und wenn unsere israelischen Freunde bereit sind, mit uns zugleich die Städtepartnerschaft und Deutsche Einheit zu feiern, dann ist das eine wunderbare Geste der Versöhnung, eine Geste, die in die Zukunft weist.

Denn solange noch Täter und Opfer des Holocaust leben, können wir nicht von der Normalität der Beziehungen zwischen Israel und Deutschland reden. Die Shoah bleibt als geschichtlicher Hintergrund unserer Beziehungen präsent. Aber diese gemeinsame Feier zeigt, dass wir ein großes Stück vorangekommen sind auf dem Weg aus der tiefdunklen Vergangenheit in eine lichtere Zukunft, in der die Nachgeborenen unbelasteter und unbefangener miteinander umgehen können.“

 

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