Coronavirus

Welche Kinder können die Notbetreuung besuchen?

Seit Mitte März werden Kinder von Eltern, die in "Schlüsselpositionen" tätig sind, in Kindertagesstätten, bei Kindertagespflegepersonen und in Schulen / OGS notbetreut. Zugrunde liegt eine klare Prioritätenliste, die auf einem Erlass des Landes Nordrhein-Westfallen (16. März) gründet. Inzwischen wurde der Erlass mehrfach aktualisiert. Die Liste der Personen in Schlüsselpositionen wurde erweitert, außerdem haben inzwischen auch Alleinerziehende einen Anspruch auf Notbetreuung, wenn sie berufstätig sind oder sich im Rahmen einer Schul- oder Hochschulausbildung in einer Abschlussprüfung befinden. Diese Gruppen können weiterhin die Notbetreuung in Anspruch nehmen. Zudem wird die "übliche" Kinderbetreuung in vier Stufen wieder hochgefahren.

Für die Notbetreuung gilt
  • Kinder können sie auch dann besuchen, wenn nur ein Elternteil „Schlüsselperson“ ist, also in der kritischen Infrastruktur arbeitet.
  • Betreut wird in der jeweiligen Einrichtung (Kita / Kindertagespflegestelle / Heilpädagogische Kita / Schule / OGS), in der Kita/Kindertagespflegestelle auch an Wochenenden und Feiertagen. In Schule/OGS wird in der Regel von Klasse 1 bis 6 betreut.
  • Die Notbetreuung steht auch dann zur Verfügung, wenn es bisher keinen Betreuungsvertrag gab, das Kind also bisher nicht in Kita, Tagespflege oder Offenem Ganztag angemeldet war.

Die Unentbehrlichkeit müssen Eltern ihrer jeweiligen Kita / Kindertagespflegestelle / Heilpädagogischen Kita / Schule / OGS nachweisen. Für diesen Nachweis muss eine schriftliche Bestätigung des Arbeitgebers oder  Dienstvorgesetzten vorgelegt werden. .

Vorgehen
  • Füllen Sie den Prüfbogen aus, mit dem der Arbeitgeber die Unentbehrlichkeit nachweist. Sind Sie alleinerziehend und nicht in Schlüsselposition tätig, füllen Sie den Prüfbogen aus, mit dem der Arbeitgeber oder die Schule/Hochschule den Bedarf anzeigt oder Sie ihn bei Selbständigkeit selbst melden. (siehe Download)
  • Der Nachweis muss vor Betreuungsbeginn in der jeweiligen Kita / Kindertagespflegestelle / Heilpädagogischen Kita / Schule / OGS abgegeben werden.
  • Die Leitung der Kita / Kindertagespflegestelle / Heilpädagogischen Kita/ Schule / OGS entscheidet dann über den Ausnahmeantrag.
Hotline

Allgemeine Fragen zur Not-Betreuung (Tagespflege, Kita und Schule):

  • Hotline: 0212 / 290-5353
  • E-Mail: kinderbetreuung@solingen.de
  • Konkrete Fragen zum Ausnahmeantrag in Schulen und Offenem Ganztag beantworten die jeweiligen Schulleitungen.

 

Von der Notbetreuung zum eingeschränkten Regelbetrieb

Seit Donnerstag, 14. Mai,  können Vorschulkinder, die Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket erhalten, und alle Kinder mit einer Behinderung wieder ihre Kita besuchen. Kinder, die bisher in der Notbetreuung waren, bleiben auch dort. Kinder über zwei Jahre dürfen wieder in die Tagespflege.

Ab Donnerstag, 28. Mai, sollen alle Vorschulkinder wieder in de Kitas kommen.  

Darüber hinaus hat das Land NRW angekündigt, dass am Montag,8. Juni, der Regelbetrieb wieder starten soll, jedoch mit reduzierter Stundenzahl. Welche Vorgaben es im Detail geben wird, wird das Ministerium in Kürze mitteilen.

Schon jetzt ist aber klar, dass die vertraglich vereinbarte individuelle Betreuungszeit (45, 35 oder 25 Stunden pro Woche) zunächst um jeweils zehn Stunden reduziert wird. Abweichungen nach oben oder unten sind je nach personeller Situation in den Einrichtungen möglich, müssen aber mit den zuständigen Jugendämtern vereinbart werden.

Auch Standards für den Regelbetrieb wurden bereits formuliert. So wird es etwa nur feste Gruppen geben. Außerdem müssen alle Kontakte nachvollziehbar sein und Hygienekonzepte eingehalten werden.

Sobald die Vorgaben im Detail vorliegen, wird auch in Solingen geklärt, wie sie in den Einrichtungen konkret umgesetzt werden können. Geprüft werden muss dabei vor allem, wie viel Personal für die Betreuung eingesetzt werden kann. So durften bisher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht arbeiten, wenn sie zu so genannten Risikogruppen gehörten, etwa älter waren als 60 Jahre. Diese grundsätzliche Regelung wird nun aufgehoben, stattdessen soll das persönliche Risiko in jedem Einzelfall bewertet werden.

Tagespflege

Das Minitsterium kündigte auch an, dass ab 8. Juni wieder alle Kinder zu ihren Tagespflegepersonen kommen können. Reduzierte Betreuungsumfänge schloss er aus personellen Gründen aber nicht aus. Auch zu diesem Thema sollen die Kommunen zeitnah ausführliche Fachempfehlungen erhalten.

Außerhalb der Corona-Krise besuchen in Solingen rund 6000 Kinder Kitas oder werden in Kindertagespflegestellen betreut. Die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler beläuft sich auf rund 20 000.

 

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