Coronavirus

Stand 16.06.2020 - 15:35

Vorsichtsmaßnahmen

Jede und jeder Einzelne kann dazu beitragen, dass sich das Virus nicht noch schneller verbreitet. Nur so können wir gerade die älteren und kranken Menschen schützen. Für sie ist das Virus besonders gefährlich, kann sogar tödlich sein.

Persönliche Kontakte begrenzen

Am wichtigsten ist: Bleiben Sie, wenn möglich, zu Hause und vermeiden persönliche Begegnungen mit anderen Menschen.

Diese einfachen individuellen Vorsichtsmaßregeln sollten alle Menschen beachten.

  • Am wichtigsten: häufiges Händewaschen mit Seife. Dabei Fingerzwischenräume, Daumen und Fingerspitzen berücksichtigen. Insbesondere – wenn möglich – Hände nach dem Husten oder Niesen bzw. Naseputzen waschen.
  • Auf Händeschütteln verzichten.
  • Abstand zu anderen Menschen halten, vor allem dann, wenn die Menschen erkältet sind.
  • Wenn man husten oder niesen muss, von anderen Menschen abwenden. Dann in die Ellenbeuge husten oder niesen, nicht in die Hände!
  • Die Einwegtaschentücher möglichst nach einmaligem Gebrauch entsorgen.
  • Darauf achten, sich nicht an die Nase zu fassen.
  • Wenn man Zeichen einer Erkältung hat und vorher gereist ist:
    Zuhause bleiben. Die Arztpraxis über die vorherigen Aufenthaltsorte informieren, bevor Sie die Praxis aufsuchen.

Mund und Nase bedecken

Auch in Solingen gilt seit dem 27. April 2020 die Pflicht, Mund und Nase zu bedecken – etwa in Bus und Bahn, beim Einkauf oder bei beim Arzt. Auch damit wird deutlich: Jeder trägt Verantwortung. Jeder ist gefordert, mit seinem Verhalten die Ausbreitung des Coronavirus  einzudämmen.

Das Virus wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, etwa beim Sprechen, Lachen, Husten oder Niesen. Werden Mund und Nase bedeckt, verringert sich die Gefahr, da die Tröpfchen abgefangen werden. Auch als Träger schützt man sich ein Stück weit: Man fasst sich nicht mit verschmutzten Händen an Mund oder Nase, kann also nicht so schnell Erreger in den Körper transportieren.

Ein medizinischer Mundschutz ist nicht notwendig. Im Alltag hilft die Mund-Nasen-Bedeckung aus Stoff – die Alltagsmaske, der Schal, das Tuch. 

Abstand wahren, Hygiene beachten

Solche textile Bedeckungen bieten praktikable Lösungen, die jeder unkompliziert nutzen kann. Aber: Sie alleine geben keine ausreichende Sicherheit! Auch mit Schutz muss man die Hygieneregeln beachten, also die Hände regelmäßig und gründlich waschen sowie von anderen weggedreht und in die Armbeuge husten oder niesen. Vor allem aber muss der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen im öffentlichen Raum gewahrt bleiben. Ausgenommen sind enge Verwandte oder Personen, die im gleichen Haushalt leben.

Hier müssen Mund und Nase bedeckt sein
  • In Geschäften, Verkaufsstellen und auf Wochenmärkten, auch auf Allgemeinflächen von Einkaufszentren oder beim Abholen von Speisen und Getränken in Gastronomiebetrieben.
  • In Verkaufs- und Ausstellungsräumen von Handwerkern und Dienstleistern, auch dort, wo Dienstleistungen ohne Einhaltung des Sicherheitsabstands erbracht werden, in Arztpraxen oder ähnliche Einrichtungen des Gesundheitswesens.
  • In Bussen und Bahnen, an Haltestellen und in Bahnhöfen.

Die Pflicht gilt nicht für Kinder bis zum Schuleintritt und für Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können. 

Was sind Alltagsmasken?

Hergestellt werden sie aus Stoff und sie sind waschbar. Man kann sie fertig kaufen, selbst nähen oder basteln. Am besten geeignet ist Baumwolle, etwa ein altes Hemd oder eine Bluse. Der Stoff sollte fest gewebt sein, aber nicht so eng, dass das Atmen schwerfällt.

Vor allem vor dem Hintergrund, dass der Bedarf zurzeit sehr groß und die Beschaffung schwierig ist, sollte man im Alltag auf medizinische Atemschutzmasken (FFP-Masken) verzichten. Sie werden in Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen oder Kliniken dringend gebraucht!

Kaufen oder nähen

Alltagsmasken sind im Handel erhältlich, vor Ort oder online. Wer mit Nadel und Faden umgehen kann, kann sich den Schutz selbst nähen – im Internet gibt es zahlreiche Anleitungen und Schnittmuster. Fehlt es an den Fertigkeiten oder notwendigen Materialien, reicht es auch aus, Mund und Nase mit einem Tuch oder Schal zu bedecken.

  • In der Linksammlung ist die Anleitung für einen leicht zu nähenden und waschbaren Mund-Nasen-Schutz zu finden, den die Stadt Essen erstellt hat. Auch in verschiedenen Sprachen!

Der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Solingen bietet gängigen Mund-Nasenschutz im KundenCenter zum Verkauf (10 Masken für 12 Euro, bei Vorlage des Solingen-Passes 10 Euro). Ab Mai sind dort auch waschbare und wiederverwendbare Alltagsmasken zum Selbstkostenpreis (6 Euro/Stück) erhältlich.

  • KundenCenter Mitte
    Kölner Straße 131
    KundenCenter Ohligs
    Wilhelmstraße 1 / Düsseldorfer Straße 8

Auch auf facebook kann Bedarf angemeldet werden und fertige Masken können angeboten werden, etwa in der öffentlichen Gruppe „Masken für Solingen“.

Wie werden die Nase-Mund-Bedeckungen gereinigt?

Egal ob gekauft oder genäht: der Schutz ist nutzlos, wenn er verkeimt oder unhygienisch getragen wird. Gewechselt werden muss er auf jeden Fall dann, wenn er durchfeuchtet ist. Aber es reicht nicht, ihn zum Trocknen aufzuhängen!

Baumwollmasken sollten nach dem Tragen mindestens bei 60 Grad und mit Vollwaschmittel gewaschen werden. Da die Waschmaschine aber in der Regel nicht täglich läuft, kann der Schutz auch in einem großen Topf mit Wasser kurz ausgekocht  oder für etwa 30 Minuten bei 80 Grad im vorgeheizten Backofen getrocknet werden. Aber bitte nur unter Beobachtung!  Alternativ hilft bügeln bei hoher Temperatur. In viele Schutzmasken aus Stoff sind Drahtbügel eingezogen, damit sie besser sitzen. Eine Reinigung in der Mikrowelle ist deshalb nicht möglich und gefährlich!

Wichtig: Vor dem Aufsetzen des Schutzes müssen die Hände gründlich gewaschen werden. Und auch danach - denn an der Außenseite können sich Erreger tummeln!

Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App hilft festzustellen, ob Sie in Kontakt mit einer infizierten Person geraten sind und daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann. So können Infektionsketten schneller unterbrochen werden. Die App ist ein Angebot der Bundesregierung. Download und Nutzung der App sind vollkommen freiwillig.

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