Denkmalschutz und Stadtbildpflege

Stand 10.2018

Denkmäler in Solingen

 

Stockfabrik
In Solingen ist das Bild der Baudenkmäler vielfältig, rund 1.000 Objekte sind derzeit in die Denkmalliste eingetragen.

Baudenkmäler

Denkmalgeschützt sind neben bekannten Highlights wie dem Klosterbereich Gräfrath, Schloss Hackhausen oder Schloss Burg zahlreiche Fachwerkhäuser, die – oft in den Hofschaften gelegen - das Landschaftsbild Solingens prägen. Daneben finden sich in der Denkmalliste aber auch Fabrikgebäude und Villen sowie Kotten, Hämmer und Mühlen, welche die industrielle Tradition Solingens repräsentieren. Die Palette reicht weiter über Gedenksteine und Grabanlagen bis zu Bauwerken aus der Wiederaufbauphase der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts und wird in Zukunft weiter fortgeschrieben werden.

Denkmalbereiche

Neben den Einzeldenkmalen gibt es den Denkmalbereich, der - wie schon der Name sagt - einen ganzen Stadtteil, Straßenzug oder eine Hofschaft schützt – allerdings nur in seinemäußeren Erscheinungsbild. In Solingen sind dies die Ortskerne von Gräfrath und Wald sowie Ober- und Unterburg und die Hofschaft Dahl.

Bodendenkmäler

Bei Bodendenkmälern handelt es sich um im Erdboden verborgene Denkmäler, wie Reste von Siedlungen, Höfen, Bergwerken, Grabstätten oder Burganlagen, die oberirdisch nicht in Erscheinung treten. In Solingen gibt es derzeit 6 Bodendenkmäler, darunter das alte Bleibergwerk in Höhscheid.

Stadtbildpflege

Um den Erhalt des Stadtbildes zu fördern, sieht das Baurecht die Möglichkeit vor, Erhaltungs- oder Gestaltungssatzungen zu erlassen. Derzeit gibt es in Solingen eine Erhaltungssatzung für den Bereich der Düsseldorfer Straße in Ohligs.

Rechte und Pflichten

Auch wenn ein Gebäude in die Denkmalliste eingetragen ist, sind Veränderungen daran möglich. Schließlich konnten die alten Häuser nur in unsere Zeit überliefert werden, weil sie sich stetig, aber behutsam den jeweiligen neuen Anforderungen angepasst haben. Wichtig ist immer, dass das Denkmal durch die Maßnahmen nicht beeinträchtigt wird. Der Besitz eines Baudenkmales bringt auch Pflichten mit sich. Hierzu gehört die Erhaltung und Nutzung des Baudenkmales. Alle Arbeiten an und im Denkmal dürfen nur mit Erlaubnis der Unteren Denkmalbehörde ausgeführt werden. Zu beachten ist auch, dass der Denkmalschutz nicht an der Eingangstüre aufhört. Ist ein Gebäude als Baudenkmal eingetragen, bedeutet dies in der Regel, dass es in seiner Gesamtheit - innen und außen - unter Schutz steht.

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