Ehrenamt und Datenschutz

Die EU-Datenschutzgrundverordnung

Die europaweite Datenschutzgrundverordnung gilt nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Vereine, Gruppen, Initiativen und Privatpersonen, wenn sie personenbezogene Daten erheben, verarbeiten oder veröffentlichen. Dazu gehören beispielsweise Name, Anschrift, Geburtsdatum, Eintrittsdatum, Bankverbindung - aber auch Fotos.

Was bedeutet die DSGVO für meinen Verein?

In Vereinen fallen solche Daten typischerweise bei der Mitgliederveraltung an. Aber auch Spender, Kunden oder Teilnehmer an Vereinsveranstaltungen können betroffen sein.

Darf ich die Daten meiner Mitglieder aufnehmen?

Es ist zulässig Daten zu erheben, zu verarbeiten und zu nutzen sofern eine vertragliche Beziehung besteht. Die Mitgliedschaft in einem Verein stellt eine solche vertragliche Beziehung dar.

Ohne eine zugrunde liegende vertragliche Beziehnug ist eine Einverständniserklärung der betroffenen Person(en) erforderlich. Diese müssen Sie nachweisen können!

Brauche ich einen Datenschutzbeauftragten?

Die Zuständigkeit für den Datenschutz in einem Verein liegt bei dem Vorstand. In einem großen Verein in dem mehr als neun Personen zur Erfassung von Mitgliederdaten beschäftigt sind, braucht es einen Datenschutzbeauftragten.

Was ist mit Fotos?

Auch Bilder, auf denen Personen abgebildet sind fallen in den Bereich der EU-Datenschutzgrundverordnung. Bei der Veröffentlichung von Fotos durch einen Verein ist es empfehlenswert, eine ausdrückliche Einwilligung der abgebildeten Personen einzuholen. Bei Kindern bis zu einem Alter von 16 Jahren ist zudem eine Einwilligung der Eltern zwingend erforderlich.

Und in der Praxis?

Als Hilfe bei der praktischen Umsetzung haben wir Ihnen einige Links und Downloads zusammengestellt. Besonders empfehlenswert ist die Orientierungshilfe des Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg.

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