Solingen elektrisiert!

Stand 06.2020

Die Stadt setzt auf Elektromobilität

14 neue Elektroautos für die Stadt

Elektrische Mobilität im Öffentlichen Personennahverkehr hat in Solingen Tradition: Seit vielen Jahrzehnten fahren in der Klingenstadt Oberleitungsbusse.  Aktuell werden etwa 67 Prozent der Fahrten elektrisch zurückgelegt - das sind rund 2,9 Millionen Kilometer im Jahr. Die Energie für den Betrieb der O-Busse wird dabei in Wasserkraftwerken erzeugt.

Auch bei der Stadtverwaltung, den Stadtwerken und den Technischen Betrieben sind mehrere Elektrofahrzeuge im Einsatz. Zudem stehen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Stadtverwaltung für Dienstfahrten zwei Pedelecs zur Verfügung.

14 neue Elektroautos für die Stadt

14 neue Elektroautos für die Stadt

14 Elektro-Kleinwagen des Typs BMW i3 120Ah gehen jetzt bei der Stadt in den Einsatz. Es sind die ersten von insgesamt 65 geförderten Elektrofahrzeugen, die künftig für Dienstfahrten der Technischen Betriebe, des städtischen Ordnungsdienstes und weiterer Dienststellen genutzt werden.

Der Kleinwagen BMW i3 120 Ah hat bei voller Akkuladung eine praxisnahe Reichweite bis zu 260 Kilometern und ist daher besonders gut geeignet für Dienstfahrten innerhalb des Stadtgebietes und im näheren Umkreis. Im Innenraum des Fahrzeuges sind wiederverwertbare und erneuerbare Materialien verbaut. 

Zugunsten der „Stromer“ werden 14 Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ausrangiert. Stadtdirektor Hoferichter betont: „Mit diesen Elektrofahrzeugen ist ein erster Schritt zur Umsetzung des integrierten kommunalen Elektromobilitätskonzepts getan.  Die Stadt wird damit ihrer Vorbildfunktion gerecht. Sie trägt zur Verbesserung der Luftqualität bei und spart CO2-. Im vergangenen Jahr haben wir das Konzept „e-mobil-Solingen“ beschlossen, jetzt wird es konkret.“

Förderung mit Bundesmitteln

Logo: Elektromobilität vor Ort

Gefördert wird der Umstieg auf Elektroautos im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität vor Ort mit insgesamt 1.575.308 € durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Die Umsetzung der Förderrichtlinie wird durch die NOW GmbH koordiniert. Diese Förderung ist aus der ersten Maßnahme des Sofortprogramms „saubere Luft 2017 bis 2020“ entstanden. Ein Bestandteil der Fokussierung ist die Elektrifizierung der kommunalen Fahrzeugflotte. Mit der Fördersumme werden 75 Prozent der Mehrkosten, die gegenüber einem Fahrzeug mit herkömmlichen Antrieb investiert werden müssen, finanziert.

Der Lieferauftrag an BMW ist Ergebnis eines EU-weiten Ausschreibungsverfahrens. Heidi Baltes, Leiterin des Fuhrparkmanagements der Stadt, erläutert, dass damit das günstigste Angebot zum Zuge kommt, das der Markt unter  Beachtung der Förderbedingungen hergibt. Nach Abzug der Fördersumme investiert die Stadt pro Fahrzeug 3.700 Euro mehr als bei einem vergleichbaren Kleinwagen mit herkömmlichem Antrieb. Diese Mehrkosten werden sich aber durch die deutlich niedrigeren Betriebskosten im Laufe der Nutzungsdauer amortisieren.

Das Fuhrparkmanagement hat weitere 13 Elektro-Nutzfahrzeuge bestellt. Diese Fahrzeuge werden voraussichtlich noch bis zum Jahresende ausgeliefert und in den Einsatz gehen. Aktuell laufen zudem Ausschreibungsverfahren für weitere Elektrofahrzeuge aus unterschiedlichen Fahrzeugkategorien. Sie sollen im Laufe des kommenden Jahres eingesetzt werden.  Auch hier werden die Investitionsmehrkosten mit 75 Prozent gefördert.