Förderprogramm Photovoltaik

Solaranlage auf Dach
Foto: tl6781 / Adobe Stock

Zum Ausbau der erneuerbaren Energien soll es auch für Bürgerinnen und Bürger sowie für Unternehmen in Solingen die Möglichkeit geben, aktiv zu werden.

Aus diesem Grund und in Hinblick auf steigende Energiepreise hat die Klingenstadt Solingen mit Landesmitteln Photovoltaikanlagen sowie Speicher gefördert. Dies diente dem Ausbau der erneuerbaren Energien und der Reduzierung der Treibhausgasemissionen.

Leider können wir keine weiteren Förderanträge mehr annehmen. Der zur Verfügung stehende Betrag von € 90.000 sowie ein zweiter Fördertopf sind leider bereits ausgeschöpft. Der Stadt Solingen war es nur durch Sondermittel des Landes NRW möglich, ein PV-Förderprogramm kommunal umsetzen zu können.

Die entsprechenden Bescheide wurden bereits verschickt.

Nutzen

Mit Photovoltaikanlagen können Bürger:innen selbst Strom erzeugen und somit Energiekosten einsparen, den Wert ihrer Immobilie erhöhen und gleichzeitig zur Energiewende beitragen. Darüber hinaus bietet sich die Möglichkeit an, weitere erneuerbare Technologien, wie Wallboxen zum Laden von Elektrofahrzeugen oder Batteriespeicher zum Speichern von Energie zu koppeln.

Ist Ihr Dach geeignet?

Im Solarkataster der Stadt Solingen können Sie prüfen, ob Ihr Gebäudedach für eine Photovoltaikanlage geeignet ist und welche jährliche Einsparung sich ergeben kann. Der Wirtschaftlichkeitsrechner des Solarkatasters bietet Ihnen dazu ergänzende Daten.

Förderung

Familie an Solaranlage
Foto: Anatoliy Gleb / Adobe Stock

Im Rahmen der zur Verfügung stehenden Fördermittel wurde die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf Bestands- und deren Nebengebäuden finanziell unterstützt. Bei Vorliegen aller Voraussetzungen wurden 300 € pro Kilowatt-Peak Leistung, aber maximal 1.500 € pro Gebäude gefördert. Für mit der geförderten Photovoltaikanlage gekoppelte Batteriespeicher gab es zusätzlich pauschal 500 € Zuschuss.

Neben der Förderung für Einzelgebäude konnten auch Eigentümer:innen von Eigentumswohnungen sowie Mieter:innen - in Absprache mit Vermieter:innen - pauschal 300 € oder 150 € pro Modul für den Kauf und die Installation von Stecker-Photovoltaikanlagen beantragen.

Insgesamt wurden 81 Anträge für Photovoltaikanlagen und 9 Anträge für Stecker-Photovoltaikanlagen bewilligt. Hiermit wurden Fördermittel für Anlagen mit einer Leistung von bis zu 746,8 Kilowatt-Peak- beantragt, was eine CO2-Reduzierung von bis zu 464 Tonnen bedeutet.

Technische Beratung

Für technische Fragen steht Ihnen die Energieberatung der Verbraucherzentrale (Kontakt: Herr Bublies, E-Mail: solingen.energie@verbraucherzentrale.nrw), die Stadtwerke Solingensowie fachkundige Handwerksunternehmen zur Verfügung.

Ebenfalls können Sie auf den Seiten der Kreishandwerkerschaft über die Obermeister der Dachdeckerinnung und der Elektroinnung jeweils qualifizierte und lokal ansässige Unternehmen finden.

Zudem gibt es in Solingen einen Zusammenschluss von Unternehmen rund um die Gebäudesanierung, das sogenannte „Solinger Kompetenznetz für Gebäudesanierung" (So.Ko Gebäude). Dort sind auch Dachdecker:innen vertreten.

Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir als Stadt zur wirtschaftlichen Neutralität verpflichtet sind und darum keine einzelnen Handwerksunternehmen empfehlen dürfen. Auf den Seiten des Portals von AltBauNeu finden Sie weitere Handwerksbetriebe sowie zusätzliche Informationen.

Mittelauszahlung

Neben dem ausgefüllten Formular „Mittelabruf" ist einzureichen:

  • Abschlussrechnung
  • Zahlungsnachweis: zum Beispiel eine Kopie des Kontoauszuges
  • Netzanmeldung oder Zähleranmeldung der Photovoltaik-Anlage bzw. der Stecker-PV-Anlage bei der SWS Netze Solingen GmbH
  • Aussagekräftige Fotos der Maßnahme

Fristen

  • Anträge zur Auszahlung der bewilligten Fördermittel inkl. aller relevanten Nachweise bis zum 30.04.2023

Hintergrund

Die Förderung von Maßnahmen zum Ausbau von Photovoltaikanlagen leistet einen relevanten Beitrag zum Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und damit zur Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes und der Zielsetzungen aus der Solinger Nachhaltigkeitsstrategie. Die lokale Energieerzeugung gewinnt zudem aktuell an enormer Bedeutung: Sie trägt mittelfristig dazu bei, die Resilienz mit Blick auf Energiemärkte sowie deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken.

Durch die Corona-Krise haben sich viele Rahmenbedingungen verschlechtert, auch im Bereich des Klimaschutzes. So wurden wichtige Klimaschutzmaßnahmen in der Pandemie verzögert oder sind ganz ausgeblieben. Das Land NRW leistet hier einmalig Kompensationsleistungen, damit die Kommunen auch jetzt Klimaschutzinvestitionen anstoßen können. Mit dem Runderlass des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie vom 30. November 2021 zur „[...] Kompensation von Schäden in Folge ausgebliebener Investitionen in den Klimaschutz in den Kommunen durch die Corona-Pandemie" (Billigkeitsrichtlinie) stellt das Land NRW den Kommunen einmalig Mittel für Investitionen für Klimaschutzmaßnahmen zur Verfügung. Laut Verwendungszweck 3.3a sind Maßnahmen zur Erweiterung der Kapazitäten erneuerbarer Energien förderfähig und ermöglichten es der Stadt Solingen für den begrenzten Zeitraum der Billigkeitsrichtlinie ein kommunales Förderprogramm Photovoltaik aufzulegen. Über die Förderanträge entschied die Klingenstadt Solingen auf der Grundlage dieser Richtlinie und im Rahmen der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel.