25 Jahre Brandanschlag

Kränze am Mahnmal
Foto: Christian Beier

„Liebe lässt den Menschen leben, aber der Hass bringt den Tod."

Mevlüde Genç

Es sei ein würdiges Gedenken gewesen, das die Stadt Solingen da ausgerichtet habe. Die Anerkennung von vielen, die dabei gewesen sind, war auch in zahlreichen Presseberichten danach zu hören und zu lesen.

Gewitter bei der Gedenkveranstaltung am Mahnmal
Foto: Christian Beier

Und das, obwohl die Veranstaltung mit zahlreichen Staatsgästen und aufwändigem Polizeischutz am Mahnmal wegen eines heftigen Gewitters abgebrochen werden musste. Es fegte just zu dem Zeitpunkt über Solingen hinweg, als der türkische und der deutsche Außenminister, Mevlüt Çavuşoğlu und Heiko Maas, ihre Ansprachen  halten wollten.

Ihre vorbereiteten Worte wie auch die von Oberbürgermeister Tim Kurzbach halten wir zum Download bereit..

Zum stillen Gedenken am Ort des Brandanschlags, der Unteren Wernerstraße, hatte der Himmel seine Schleusen wieder geschlossen. Auch zu einer interreligiösen Gedenkfeier in und an der evangelischen Stadtkirche am Fronhof kamen viele Solingerinnen und Solinger mit deutschen und türkischen Wurzeln zusammen, um gemeinsam zu beten, zu gedenken, aber auch beim anschließenden Iftar, dem gemeinsamen Fastenbrechen, ihre Zusammengehörigkeit zu feiern. Zuvor hatten sie schon Dr. Christoph Zenses geehrt, der mit Preis „Der Silberne Schuh“  ausgezeichnet wurde. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Schweigemarsch zur Unteren Wernerstraße.

Interreligöses Gebet in der Stadtkirche
Foto: Christian Beier

Am 29. Mai gedachte die Stadt Solingen des Tages vor 25 Jahren, der zu einem der schwärzesten in der Solinger Stadtgeschichte wurde.

Damals, am 29. Mai 1993, verübten vier junge Männer mit Verbindungen in die rechtextreme Szene einen Brandanschlag auf das Wohnhaus der Familie Genç an der Unteren Wernerstraße. Dabei kamen zwei junge Frauen und drei Mädchen ums Leben.

Mevlüde Genç, die Mutter, Großmutter und Tante der getöteten Frauen und Mädchen, rief schon unmittelbar nach dem Anschlag die Menschen aller Nationalitäten dazu auf, aufeinander zuzugehen und Frieden zu bewahren. "Liebe lässt den Menschen leben, aber der Hass bringt den Tod": Über dem Gedenken zum 25. Jahrestag stand ein Satz, den sie in einer Rede zum zwanzigsten Jahrestag geprägt hatte.

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