Gegen Gewalt

Stand 15.11.2022

NEIN! zu Gewalt im Sport
NEIN! zu Gewalt im Sport

Aktionswoche - 21. bis 27. November 2022

Gemeinsam mit dem Solinger Sportbund e. V. und dem Fußballverband Niederrhein e. V. Kreis Solingen wird mit unterschiedlichen Aktionen ein ausdruckstarkes Zeichen gegen Gewalt gesetzt.

In Solingen wird das Thema auf Großplakaten und Bannern im gesamten Solinger Stadtgebiet beworben.

Am Dienstag, 22.11.2022 wird das Theaterstück „Anne Tore sind wir stark!“ aufgeführt.

Hierzu werden die jungen Sportler:innen aller D1-Jugendmannschaften des Kreises Solingen, deren Trainer:innen und Eltern zur aktiven Teilnahme über den Verband eingeladen.

Das von Anja Bechtel entwickelte, interaktive Theaterprogramm stellt das Thema Prävention von sexualisierter Gewalt in Sportvereinen vor und vermittelt dies Kindern im Alter von 8 bis 12 Jahren mit Witz, Gesang und Mut machenden Texten. Das zweistündige Programm beinhaltet Workshops für die Kinder sowie eine Informationsveranstaltung für Eltern und Übungsleiter:innen.

Anmeldung erforderlich über

alexandra.bartel@fvn.de

Am Sportwochenende vom 26.11.2022 bis 27.11.2022 setzen die Solinger Fußballer:innen zu ihren Spielen ein sichtbares Zeichen zum Thema NEIN! zu Gewalt im Sport! – durch das Tragen einer orangefarbenen Armbinde wird auf das Anliegen NEIN! zu Gewalt im Sport hingewiesen. Vereinsvertreter:innen werden ein Statement abgeben.

Weitere Aktionen und Veranstaltungen in der Aktionswoche

In 2021 hat Solingen erfolgreich am weltweiten Orange Day teilgenommen durch verschiedene beleuchtete Objekte und Gebäude.

Wir werden den Orange Day in 2022 anders begehen.

Das Rathaus wird wieder ein optisches Zeichen setzen am 25.11.22. Lassen Sie sich überraschen!

Ebenso befinden sich in der Aktionswoche und teils darüber hinaus an verschiedenen Standorten Banner mit dem Schriftzug „NEIN! zu Gewalt an Frauen und Mädchen“.

Ausstellung zur Anonymen Spurensicherung

Ein Comic erläutert das Verfahren im Eingang des Rathauses

Anlässlich des Tages „Nein zu Gewalt gegen Frauen“, stellt die Frauenberatungsstelle Solingen das Projekt der Anonymen Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt in mehreren öffentlichen Einrichtungen vor.

Das Projekt bietet Frauen seit 3 Jahren die Möglichkeit im städtischen Klinikum Solingen nach sexuellen Übergriffen die Spuren der Tat anonym sichern zu lassen. Diese können dann bis zu 10 Jahre später noch abgerufen und für ein Strafverfahren verwendet werden.

In 6 unterschiedlichen Institutionen werden Bilder, die die anonyme Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt in Comicform erklären, ausgestellt.

Beteiligt an der Ausstellung innerhalb der Aktionswoche sind neben der Frauenberatungsstelle, die Stadt Solingen, das Städtische Klinikum, die Stadtsparkasse Solingen, die Volkshochschule und das Altenzentrum Gerhard- Berting- Haus.

Das landesfinanzierte Projekt wurde von der Frauenberatungsstelle Solingen 2019 in Kooperation mit dem städtischen Klinikum, der Rechtsmedizin Düsseldorf und der Gleichstellungsstelle der Stadt Solingen initiiert.

Das Rathaus beteiligt sich vom 14.11.-25.11.22 mit einer Plakatausstellung in den Fenstern neben dem Haupteingang.

Weitere Informationen zu Ausstellungsorten und Informationsterminen

Kontakt

  • Unterstützen, stärken, begleiten durch Beratung
    Frauenberatungsstelle Solingen
    Telefon 0212 / 5 54 70
    www.frauenberatung-sg.de
    Ansprechpartnerinnen: Beate Schwemin, Sandra Steverding
  • Medizinische Versorgung, anonyme Beweissicherung
    Städtisches Klinikum Solingen
    Zentrale Notfallambulanz (ZNA)
    Telefon 0212 / 547-2110
Hinschauen - Eingreifen - Empowern

Wie kann ich auf diskriminierende Übergriffe reagieren?

25.11.2022
11:00 - 14:00 Uhr

Die Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit Diakonie Solingen lädt zu einem geplanten Zoom-Meeting ein.

  • Wurden Sie diskriminiert oder Zeug*in von Diskriminierung?
  • Wissen Sie, was es rechtlich zu beachten gibt?
  • Wie können Betroffene sich gegenseitig empowern?
  • Wie können Betroffene solidarisch unterstützt werden?

Gemeinsam mit Ihnen wollen wir versuchen, Antworten auf diese Fragen zu finden. Rassistische und sexistische Gewalt geht uns alle etwas an - darum laden wir zu unserem Workshop sowohl Betroffene als auch Nicht-Betroffene ein.  Es gibt keine Voraussetzungen zur Teilnahme – es reicht aus, wenn Sie für das Thema aufgeschlossen sind. Wir wollen einander zuhören und voneinander lernen. Wir freuen uns auf den Austausch. Lassen Sie uns gemeinsam gegen Rassismus und Sexismus aktiv werden!

Wir geben uns Mühe, in diesem Rahmen, Diskriminierung nicht zu wiederholen und weisen darauf hin, dass Teilnehmende durch bestimmte Inhalte getriggert werden könnten. Wir behalten uns vor, von unserem Moderator*innenrecht Gebrauch zu machen und Personen, die sich diskriminierend oder anti-demokratisch äußern, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Zoom-Meeting beitreten

Meeting-ID: 684 3403 0919
Kenncode: 454658     

Einmal lebt ich

Theaterstück mit Gilla Cremer
nach dem autobiographischen Roman von Natascha Wodin

25.11.2022
19:30 Uhr
Cobra

In Ihren Träumen kocht sie deutsches Sauerkraut, ist deutsche Hausfrau an der Seite eines deutschen Handwerkers. Ihr Alltag dagegen ist trostlos: Ständig rassistischen Anfeindungen ausgesetzt, wohnt ein junges Mädchen zusammen mit ihrem gewalttätigen Vater in einer Flüchtlingssiedlung am Rande einer deutschen Kleinstadt.

Natascha Wodins Roman beruht auf Ihrer eigenen Lebensgeschichte. Als russische Emigrantin kam sie in den 50er Jahren nach Deutschland und wuchs in einem Ghetto für „Displaced Persons“ auf. Nachdem sich die Mutter das Leben genommen hat, lebt sie schutzlos unter der Obhut  des übermächtigen Vaters. Sie versucht, aus dem häuslichen Gefängnis zu entfliehen. Doch die Versprechen der Wirtschaftswunderzeit gelten nicht für „Russki“. Ihr Alltag bleibt von permanenter Ausgrenzung geprägt. Sie lässt sich ihre unbändige Überlebenskraft nicht nehmen und wird alles dafür tun, damit ihr sehnlichster Wunsch in Erfüllung geht: endlich dazu zu gehören! „Endlich deutsch zu sein“.

Gilla Cremer - „Einmal lebt ich“

Eintritt: 30 Euro

Eine Veranstaltung des Kulturmanagements Solingen in Zusammenarbeit mit der Cobra

Partner und Sponsoren