Heiraten im Haus Kirschheide

Stand 06.2017

Haus Kirschheide Außenansicht

Das Haus Kirschheide ist eine wunderschöne Villa, die Ende des 18. Jahrhunderts im klassizistischen Stil erbaut wurde.

Das prächtige Anwesen blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Als eines der ersten Steinhäuser in der Gegend, an der alten "Rhein-Chaussee" gelegen, diente es zunächst einem Solinger Stahlwarenkaufmann als kombiniertes Wohn- Geschäftshaus. Der Name "Haus Kirschheide" geht auf die Schleiferfamilie Kirsch zurück, die Anfang des 18. Jahrhunderts auf dem "Gut an der Heiden" ansässig war.

Die Straße nach Köln verband Solingen aber nicht nur mit der großen Geschäftswelt, sondern brachte auch mancherlei Kriegsvölker und drückende Einquartierungen mit sich, wie z. B. 1796 die französische Besatzung. Nach 1815 wurde das Haus für anderthalb Jahrzehnte administratives und gesellschaftliches Zentrum des neugeschaffenen Landkreises Solingen. Als Wohn- und Amtssitz des preußischen Landrates war es gewissermaßen Knotenpunkt für alle "Befehle von oben" und alle "Wünsche von unten".

Zwei Jahrzehnte später kam es jedoch zu einem unschönen Ereignis im Haus Kirschheide. Der erste Solinger Landrat, Freiherr Ludwig von Voß, soll sich hier - nachdem er einen Brief mit Schillers Wallenstein-Zitat hinterlassen hatte "Ich bin müde und des Lebens satt", wohl infolge hoher Privatschulden - erschossen haben.

Haus Kirschheide Trauzimmer

Nachdem auch die Verwaltung des inzwischen erweiterten Landkreises nach Opladen verlegt worden war, wurde es zunächst von einem Kaufmann genutzt und 1849 vom Höhscheider Bürgermeister Peter Daniel Berger erworben. Dieser vererbte es seiner Tochter, die mit dem Präsidenten der Solinger Industrie- und Handelskammer und späteren Kreistagsabgeordneten August Neeff verheiratet war. Für seine Verdienste um die große Weltausstellung in Wien wurde Neeff 1873 vom Kaiser mit dem Roten Adler Orden ausgezeichnet.

1920 ging Haus Kirschheide in den Besitz der Fabrikantenfamilie Felix über, die das Anwesen mit hohem finanziellen Aufwand renovierte.

Im zweiten Weltkrieg diente das Haus mit seinem großen Mittelgewölbe im felsgemauerten Keller manchem Höhscheider Bürger als Luftschutzraum.

1967 erwarb die Stadt Solingen das Gebäude, um es im Zuge ihrer Verkehrsplanung dem Erdboden gleichzumachen. Zum Glück kam es nicht dazu. Nach einer aufwändigen Generalsanierung wurde Haus Kirschheide 1979 Sitz der "Zentralstelle für den deutschsprachigen Chorgesang in aller Welt".

Ende 1993 zog das Solinger Standesamt hier ein, und seitdem bildet das prächtige Anwesen die edle Kulisse fürs Jawort.

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