Hintergrund: Der Viehbachsammler

Stand 12.2018

Insgesamt wird der Viehbachsammler rund viereinhalb Kilometern lang, dabei verläuft er parallel zur Viehbachtalstraße. 2023 soll er in Betrieb gehen.

Das Entwässerungsgebiet des Viehbachtals hat eine Gesamtfläche von etwa 430 Hektar und umfasst einen wesentlichen Teil des Stadtbezirks Ohligs sowie Bereiche von Höhscheid und Wald. An die öffentliche Kanalisation sind rund 25.000 Menschen angeschlossen. Die Entwässerung erfolgt im Mischsystem. Die vorhandenen Abwasserbehandlungsanlagen entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik und stammen aus dem Zeitraum Mitte der 60er Jahre.

In Zusammenarbeit mit dem Bergisch-Rheinischen-Wasserverband (BRW) entstand die Idee zum Bau einer zentralen Abwasserbehandlungsanlage mit einem vorgeschalteten Stauraumkanal. Dieser Stauraumkanal hat eine Länge von rund 4,5 Kilometern mit einem Querschnitt von 1,60 - 2,40 Metern und verläuft parallel zur L 141n (Viehbachtalstraße). Aus dem Einzugsgebiet wird das behandlungspflichtige Mischwasser in dem Stauraumkanal gesammelt und zur zentralen Abwasserbehandlungsanlage (RÜB) am Ende des Kanals geführt. Diese Anlage wird in unmittelbarer Nähe zum vorhandenen Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Viehbach errichtet. In dem Regenüberlaufbauwerk (RÜB) wird das ankommende Mischwasser mechanisch gereinigt und von dort in Richtung Kläranlage Ohligs abgeleitet. Das nicht behandlungspflichtige Regenwasser wird in das HRB eingeleitet. Hierdurch entfallen alle bisherigen Einleitungen aus der öffentlichen Kanalisation in den Viehbach und damit die sonst zwingend erforderliche Sanierung oder der Neubau vorhandener Bauwerke.