Das integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Solingen

Das integrierte Klimaschutzkonzept (IKSK) dient als strategisches Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzanstrengungen.

Es beinhaltet erstens eine gesamtstädtische CO2-Bilanzierung. Der CO2 Ausstoß und der Endenergieverbrauch der Stadt Solingen sind in ihrer Entwicklung seit 1990 dargestellt. Außerdem werden die CO2 Emissionen den verschiedenen Verbrauchssektoren zugeordnet.

Zweitens stellt das IKSK basierend auf den erhobenen Daten Emissionsminderungspotenziale dar. Hierbei findet auch eine Zuordnung zu den unterschiedlichen Verbrauchssektoren statt. Das heißt, es wird zum Beispiel aufgezeigt, dass im Sektor der öffentlichen Verwaltung 26% CO2 eingespart werden kann und insbesondere die Heizenergie Potenziale zur Senkung der Emissionen bietet.

Drittens wurden im IKSK 5 Handlungsfelder und 70 zugehörige Maßnahmen entwickelt, die es gilt umzusetzen, um von den vielfältigen Potenzialen, die mit dem Schutz des Klimas zusammenhängt profitieren zu können.

CO2 Ausstoß und Endenergieverbrauch

Die gesamtstädtischen CO2 Emissionen lagen in Solingen 2012 bei 1.340 Tsd. Tonnen. Verglichen mit dem Jahr 1990 ergibt sich eine Reduktion der Emissionen um 14,9%.

In Solingen sind insbesondere drei Bereiche maßgeblich für die CO2 Emissionen verantwortlich. Zu jeweils etwa 30% verursachen die Sektoren Mobilität, private Haushalte und die Wirtschaft sind mit je ca. 30% für den Großteil der Emissionen verantwortlich. Der verbleibende Anteil (ca. 4%) kann den kommunalen Gebäuden und der kommunalen Flotte zugerechnet werden.

Die Entwicklung der Energieträgerverteilung in Solingen spiegelt den bundesweiten Trend wider. Die Umstellung von Heizöl auf Erdgas führte zu sinkenden Heizölverbräuchen und die verstärkte Hinwendung der Verbraucher zu Diesel-PKW führte zu sinkendem Benzinverbrauch. Der Stromverbrauch hat sich um knapp 20% verringert. Die Endenergieversorgung durch erneuerbare Energieträger hat sich zwischen 1990 und 2009 mehr als verfünffacht.

Emissionsminderungspotenziale

Ein weiteres Ergebnis aus dem IKSK zeigt, dass es im Bereich „Klimaschutz und Energie" noch viele weitere Potenziale gibt, die es zu heben gilt. Hier können die Solinger Bürgerinnen und Bürger genauso profitieren, wie Unternehmen, Politiker oder die städtische Verwaltung.

Zu erkennen ist eine mögliche Gesamteinsparung von 20% der CO2-Emissionen. Das mengenmäßig höchste Einsparpotenzial findet sich bei den Energieträgern Strom und Erdgas und bei den Verbrauchssektoren der privaten Haushalte sowie in den Wirtschaftssektoren I+II und im Bereich der Mobilität.

Handlungsfelder und Maßnahmen

Im IKSK konnten fünf Handlungsfelder definiert werden, denen insgesamt 70 Maßnahmen zugeordnet werden.

  • Die Kommune als Vorbild
  • Stadtentwicklung
  • Energieeffizienz in Gebäuden und Gewerbe
  • Energieversorgung und -nutzung
  • Mobilität

 

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