Kita Klingenbande ist ein Ort der Veränderung

Wandel erleben für eine nachhaltige Stadt!

Gruppenbild Klingenbande mit OB Kurzbach

Bereits bei der Vierten Nachhaltigkeitskonferenz hat die KiTa Klingenbande gemeinsam mit der AG „Solingen summt" ihr Engagement für Insektenvielfalt vorgestellt. Im September 2020 wurde die KiTa zusammen mit den anderen städtischen Kitas als Faire KiTa ausgezeichnet und ist damit ganz klar ein Ort der Veränderung, alo ein Ort, an dem Nachhaltigkeit gelebt wird.

Ort der Veränderung KiTa Klingenbande, 2020 (Rechte: Stadt Solingen)

„Ich wünsche mir, dass es nicht nur Orte der Veränderung gibt, sondern ein verändertes Solingen!"

Wie die gelebte Veränderung in der KiTa Klingenbande aussieht, erzählt Julia Jarrar, Leiterin der städtischen KiTa Klingenbande in dem folgenden Interview:

Frage: Die KiTa Klingenbande setzt sich bereits seit einiger Zeit für Nachhaltigkeit ein. Was war der Anlass ihres Engagements?
Jarrar: Unsere KiTa ist noch sehr jung, erst im Jahr 2018 sind wir entstanden. Dadurch hatten wir viele Mitwirkungsmöglichkeiten beim Aufbau und konnten von Beginn an einen Fokus auf Nachhaltigkeit setzen, zum Beispiel bei der Anschaffung von Möbeln und Spielzeug. Wir haben darauf geachtet, möglichst wenig Plastik und dafür viel Holz zu nutzen.

Frage: Wie zeigt sich ihr Engagement im Alltag?
Jarrar: Wir versuchen, möglichst viele Ressourcen einzusparen und wenig Müll zu produzieren. Dafür haben wir uns beispielsweise für Schaumseife entschieden und Milch bekommen wir in Glasflaschen geliefert. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern spart dazu noch Geld. Den Kindern wollen wir umweltfreundliches Handeln vorleben und vermitteln. Einerseits werden sie noch eine ganze Weile auf diesem Planeten leben und sollten daher gut mit ihm umgehen - andererseits tragen die Kinder die Impulse auch in die eigene Familie hinein und sind so Multiplikatoren.

Frage: Ganz besonders setzen Sie sich in der KiTa auch für den Fairen Handel ein. Dafür werden Sie jetzt auch mit weiteren 16 städtischen KiTas als „FaireKITA" ausgezeichnet. Was bedeutet die Auszeichnung für Sie und was tun Sie konkret für den Fairen Handel?
Jarrar: Dass wir die Zertifizierung neben all den Herausforderungen, die die Corona-Pandemie mit sich bringt, erreicht haben, macht uns sehr stolz. Es zeigt auch, welchen hohen Stellenwert das Thema bei uns und den anderen städtischen KiTas hat. Für Eltern bieten wir fair gehandelten Kaffee und Tee an, für die Kinder faire Bananen. Außerdem haben wir schon verschiedene Aktionen mit den Kindern zum Thema Fairer Handel durchgeführt – einige der Kinder sprechen heute noch begeistert über „das Bananenprojekt mit dem Papagei Pepe“, welches wir im Frühjahr durchgeführt haben. Da das Konzept des fairen Handels für viele Kinder gedanklich sehr weit weg ist, versuchen wir auch, sie für Fairness und Gerechtigkeit im eigenen Umfeld zu sensibilisieren. Bei der Aktion „Anderen etwas Gutes tun“ haben wir beispielsweise Lebensmittel für die Tafel und die Bahnhofsmission gesammelt.

Frage: An der Vierten Solinger Nachhaltigkeitskonferenz war Ihre KiTa ein Ort der Veränderung. Gemeinsam mit der AG Solingen summt! wurden die Bienenhotels zum Erhalt der Insektenvielfalt vorgestellt, die auf Ihrem Gelände stehen.
Jarrar: Genau, unsere KiTa befindet sich ja mitten in der Stadt, daher haben wir uns sehr über die Möglichkeit gefreut, die Bienenhotels bei uns aufzustellen. Sie helfen damit nicht nur den Insekten, sondern bieten eine gute Gelegenheit für die Kinder, der Natur zu begegnen und Ängste zu überwinden.

Frage: Wie haben Sie die Nachhaltigkeitskonferenz erlebt und was hat sie bei Ihnen bewirkt?
Jarrar: Die Konferenz hat mich sehr beeindruckt und auch motiviert! Mir war nicht bewusst, dass beim Thema Nachhaltigkeit so viele unterschiedliche Bereiche ineinandergreifen. Wir können alle viel voneinander lernen und uns gegenseitig unterstützen.

Frage: Was erhoffen Sie sich von dem weiteren Prozess zu den „Orten der Veränderung“?
Jarrar: Ich freue mich auf den weiteren Austausch mit den anderen Initiativen. Wenn wir zusammenarbeiten, werden wir bestimmt weitere Mitstreiter*innen gewinnen können. Schön wäre auch, wenn wir uns über die Stadtgrenzen hinaus austauschen und regional vernetzen würden. Es gibt ja schon so viele gute Ideen, man muss das Rad nicht immer neu erfinden.

Frage: Was wünschen Sie sich für die Zukunft Solingens?
Jarrar: Ich wünsche mir, dass es nicht nur Orte der Veränderung gibt, sondern ein verändertes Solingen – mit einem globalen Konzept der Nachhaltigkeit, das gelebt und dauerhaft umgesetzt wird, für unsere Kinder und die nächsten Generationen.

Das Interview wurde im September 2020 mit Sophia Merrem, FSI, Fiorum für Soziale Innovavation, im Auftrag der Stadt Solingen geführt.

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Sophia Merrem
Eine-Welt-Promotorin für das Bergische Land
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