Mensch, Solingen!

Stand 10.2017

Mensch, wir haben den Bogen 'raus!
Was für eine Marke!

Der neue Slogan des Solinger Stadtmarketings ist mehrdeutig – und das ist gewollt. „Mensch, Solingen!“ steht zum Einen für das Selbstbewusstsein der Solingerinnen und Solinger: sozusagen ein „Daumen hoch“ für unsere Stadt! Zugleich steht er für das Erstaunen der Nicht-Solinger über die vielfältigen Möglichkeiten und Stärken der Klingenstadt. Diese reichen vom Künstlerdorf im Südpark über den zukunftsträchtigen elektrischen Oberleitungs-Bus bis zum vielgliedrigen Bildungsangebot – ganz im Sinne von: „Mensch, das hätte ich nicht gedacht!“.

Ziel des neuen Auftritts ist es, die „Marke Solingen“ zu schärfen. Das weltweite Image der Stadt als Markenzeichen für Schneidwaren und Qualität ist seit sechshundert Jahren gewachsen und gefestigt. Das ist schon eine starke Tradition – aber ist sie allein noch stark genug, um Solingen im Wettbewerb der Städte um Menschen, Unternehmen und Investoren nach vorn zu tragen? „Mensch, Solingen!“ ist als Verstärker zu verstehen, der die Mehrwerte definiert, die zu den Stärken der traditionellen Klingenstadt hinzutreten. Vom „Mensch, wir  haben den Bogen raus!“ als Anzeigenmotiv für die in Solingen stattfindende Deutsche Meisterschaft der Bogenschützen bis zum Zöppkesmahlzeit-Bierdeckel mit der Aufschrift in originaler Solinger Mundart:„Mensch, wat de nit sehss!“. Ja, unsere Stadt ist Eigen – aber sie ist in allen Sprachen der Welt zuhause.  

Bierdeckelmotiv: Mensch, wat de nit sehss!
Marke mit Kraft

Apropos Sprache: Mit „Mensch“ beginnende Sätze wirken wie ein Sprungbrett, auf das alle erdenklichen Themen aufsetzen können. Mit dieser positiven Anmoderation schwingt stets mit, daß Solingen viel mehr ist als Klingenstadt ist: eine moderne Stadt mit vielfältigen Möglichkeiten und Stärken für alle. 3D-Druck-Cluster, hervorragende Bildungsangebote, hoher Freizeitwert. Solingen schöpft aus einem umfangreichen Potenzial an Leistungsmerkmalen, mit denen die Stadt im Wettbewerb herausragt. Leistungen, derer sich bislang viele gar nicht bewusst waren. Leistungen, die im direkten Städtevergleich aber Unterschiede darstellen. „Mensch, das habe ich noch gar nicht gewusst ...“,

Dabei ist es irrelevant, ob ein mit „Mensch, ...“ beginnender Satz gedruckt auf einem Plakat oder einer Anzeige steht. Oder ob „Mensch, ...“ vom Oberbürgermeister in einer Rede eingebaut ist oder von den Menschen am Stammtischtresen zum Selbstläufer wird. Mensch, alles ist möglich und schnell in aller Munde. Es ist ein neues, gemeinsames Selbstbewusstsein. Bürgernah und alle soziale Schichten integrierend. Massenkompatibel, authentisch, pur, kein aufgeblasenes Werberblabla.

Der “Mensch“, von dem hier die Rede ist, ist die kleinste Einheit der „großen Familie“, als die Solingen begriffen wird. Wobei nicht nur die Familienfreundlichkeit der Stadt gemeint ist (die aber durchaus Thema der Stadtwerbung sein kann), sondern die Solidarität, das Netzwerk, die Nähe und die Kommunikations- und Feierfreude der Solingerinnen und Solinger. Eine trotz ihrer Größe überschaubare und sympathische Stadt, in der man sich kennt und hilft.

Bierdeckelmotiv: Mensch, wat et  nit all gött!
Marke mit Menschen

Übrigens: Das neue Marketing der Stadt Solingen ist kein Reißbrett-Konstrukt, sondern ein unter Beteiligung einer Bürgergruppe entwickeltes Produkt. In einem 18-monatigem und von einem externen Spezialisten begleitetem Markenbildungsprozess wurde eine Markenpyramide entwickelt und verabschiedet, die eine übergeordnete Positionierung ins Markendach definierte: die „Familie“. Wobei damit nicht nur Vater, Mutter und Kind, sondern vielmehr das Gemeinsame aller an der „Infrastruktur Stadt“ Beteiligten gemeint ist – Verwaltung und Unternehmen inklusive.

Der „Mensch, Solingen“ Kommunikationsbaukasten beinhaltet nur wenige Elemente. Zum kreisrunden „Mensch, Solingen“ Button kommen die genannten „Mensch, ...“ Schlagzeilen, deren Balken im gelb-orangen Colorcode auch farblich die Zugehörigkeit zum Logo herstellen.

Ein weiterer Gestaltungsbaustein ist der Bildhintergrund: sinnstiftend und doppeldeutig. Hier findet die von Klingen geprägte handwerkliche Historie der Stadt Solingen statt: Der metallisch anmutende Fond ist von etlichen Klingenschnitten geprägt. Schnitte, kreuz und quer, die zugleich auch die Anmutung einer Stadtkarte haben. So schlägt das Design die Brücke von gewachsener Historie in die Moderne und zeichnet sich somit auch dadurch aus, dass er „typisch Solingen“ ist: Welche andere Stadt könnte mit einem solchen Hintergrund-Fond arbeiten?

Und natürlich sind es immer wieder die Menschen, die dem Stadtmarketing ihr Gesicht geben. Bei den klassischen Print-Markenmotiven und im Internetauftritt der Klingenstadt  werden dies natürlich „echte“ Solingerinnen und Solinger sein. Den Anfang machen auf der Homepage vier „Miss Zöpfchen“ vom Zöppkesmarkt 2017: von links Zahida Uludag (3. Platz bei der Miss-Zöpfchen-Wahl des Solinger Tageblattes 2017), Miss Zöpfchen 2017: Stella Wendt, Felicia Richter (Miss Zöpfchen 2016) und Marlena Raaf (Zweiter Platz 2017). (Vielen Dank fürs Mitmachen!)

Mensch, Solingen! Ein Stadtmarketing, das die Menschen in den Mittelpunkt stellt.

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