Nachhaltig feiern

Mensch, mein Weg - Mehrweg!

Mein Weg - Mehrweg!

Cola, Fanta und Bier aus dem Einwegbecher. Bratwurst, Pommes frites, Reibeplätzchen und Pilzpfanne aus beschichteten Papierschalen oder Plastikschalen. Mayo und Ketchup aus Kunststofftütchen. Besteck aus Plastik. Die großen Feste in Solingen verursachen riesige Mengen an Abfall, der nicht wiederverwertet werden kann, kostenträchtig entsorgt werden muss, das Wohnumfeld verschmutzt sowie die Umwelt belastet.

Dies ist auch den Ausrichtern der Solinger Großveranstaltungen seit längerem ein Dorn im Auge, so bieten sie oft bereits Mehrwegbecher an, davon landen jedoch 30 bis 40 Prozent trotzdem im Müll: Besucherinnen und Besucher bringen sie nicht zum Getränkestand zurück.

Das soll sich künftig ändern: Nach dem Motto „Mehrweg statt Einweg" soll das Feiern auf den größeren und kleineren Traditions, Stadtteil- oder Quartiersfesten ausgelassen und fröhlich bleiben, aber Umwelt und Klima besser schonen. Das Vorhaben „Nachhaltiges Feiern in Solingen" ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie und soll schrittweise Realität werden. An der Vorbereitung waren und sind auch weiterhin diejenigen beteiligt, die mit den Festen zu tun haben, etwa die Ausrichter von Zöppkesmarkt, Dürpelfest, Echt.Scharf.Solingen und Gräfrather Marktfest, außerdem die Verbraucherzentrale sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Zum Dürpelfest geht's los

Ab Ende Mai, erstmalig also beim Ohligser Dürpelfest, wird der erste Schritt umgesetzt: Bei öffentlichen Feiern kommen dann nur noch Becher zum Einsatz, die gespült und wieder verwendet werden können. Mayo, Ketchup und Co. holt man sich nach Bedarf aus Spendern, so dass Kleinstverpackungen unnötig werden. So legt es die offizielle Auflage des Ordnungsamtes fest. Zudem werben Plakate und Banner mit dem Slogan  "Mensch, Mein Weg - Mehrweg"  bei den Solinger Feiernden dafür, dass die Becher (auch ohne Pfand) nicht im Müll landen, sondern am Getränkestand zurückgegeben werden.

Schon jetzt wird darüber hinaus daran gearbeitet, die positiven Effekte im zweiten Schritt weiter auszubauen, etwa indem  wiederverwendbares Geschirr und Besteck verwendet wird. Gemeinsam mit Veranstaltern, Vereinen, Initiativen und Schaustellern wird nach Lösungen gesucht, Angebote für die Umsetzung werden entwickelt. Dabei werden auch die Erfahrungen anderer Kommunen genutzt, zum Beispiel Duisburg, Freiburg oder München.

Müll vermeiden schont die natürlichen Ressourcen und die Umwelt. So kennt heute jeder die Problematik der Plastikpartikel in den Weltmeeren. Eingesparte Müllgebühren können zudem den Etat der Veranstalter entlasten. So heißt es zukünftig: weniger Müll und weniger Kosten, dafür mehr Schutz für Klima, Weltmeere und Umwelt.

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