Pflegefamilien

Pflegegeld

Wenn ein Pflegekind bei Ihnen lebt, erhalten Sie Pflegegeld. Das Pflegegeld besteht aus zwei Teilen, den materiellen Aufwendungen und dem Erziehungsbeitrag.

Materielle Aufwendungen

dienen zur Erstattung der Kosten, die Sie zu Versorgung Ihres Pflegekindes aufwenden. Die Beträge sind nach Alter gestaffelt. Ab dem 01.01.2018 gelten folgende Monatsbeträge    

  • für Kinder bis 6 Jahre
    531 €
  • für Kinder von 7 bis 13 Jahre
    606 €
  • für Jugendliche ab 14 Jahre
    738 €
Beihilfen

Darüber hinaus werden einmalige Zahlungen geleistet, z.B. für die Einrichtung eines Kinderzimmers und – wenn notwendig - für eine Erstaustattung mit Kleidung, wenn Ihr Pflegekind bei Ihnen einzieht, aber auch bei Einschulung, für Klassenfahrten oder jährliche Urlaubsfahrten.

Erziehungsbeitrag

ist der Bestandteil des Pflegegeldes, der zur Honorierung Ihrer Tätigkeit als Pflegeeltern gedacht ist. Der Erziehungsbeitrag ist gestaffelt nach der Pflegeform, da die Anforderungen an Pflegeeltern in den einzelnen Formen unterschiedlich sind. Die Beträge werden ebenfalls monatlich gezahlt.

  • Dauerpflege
    252 €
  • Familiäre Bereitschaftsbetreuung
    756 €
  • zeitlich befristete Vollzeitpflege
    756 €
  • Sonderpflegeformen
    630 €
    756 €
    1008 €

Die Beträge in den Sonderpflegeformen variieren je nach Anspruch. Die höchste Stufe wird in den seltenen Fällen eines außergewöhnlich hohen Bedarfs des Kindes gezahlt. Sie setzt eine Fachausbildung der Pflegeeltern voraus.

Lebt das Pflegekind auf Dauer bei Ihnen, haben Sie Anspruch auf den steuerlichen Kinderfreibetrag und einen Teil des Kindergeldes (50%, wenn das Pflegekind das erste Kind in Ihrer Familie ist, ansonsten 75%)

Es werden ebenfalls Kosten für eine Unfallversicherung sowie ein Beitrag zur Alterssicherung übernommen.

Bei Vermittlung eines Pflegekindes durch den Pflegekinderdienst der Stadt Solingen ist das Pflegegeld steuerfrei.

Die Erziehungsbeiträge gelten nur, wenn Sie in Solingen leben. Wenn Sie in einer anderen Stadt leben informieren wir Sie auf Nachfrage gerne über die dann gültige Regelung.

Mit dem Pflegegeld möchten wir Ihre Bereitschaft unterstützen, ein Pflegekind aufzunehmen. Bitte bedenken Sie, dass wir Ihnen aber nur dann Pflegegeld zahlen können, wenn auch ein Pflegekind bei Ihnen lebt. Insbesondere bei der Familiären Bereitschaftsbetreuung kann es immer wieder – möglicherweise auch längere – Zeiträume geben, in denen Ihr Pflegekindplatz frei ist und wir Ihnen kein Geld zahlen können. Das Pflegegeld kann und soll daher nicht als verlässliches Einkommen dienen.

Neben dem regelmäßigen Pflegegeld können Pflegeeltern auch einmalige Beihilfen oder Zuschüsse erhalten, insbesondere zur Erstausstattung einer Pflegestelle, bei wichtigen persönlichen Anlässen sowie für Urlaubs- und Ferienreisen des Kindes oder des Jugendlichen.

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