Pflegekinder - Formen der Pflege

Stand 08.2018

Sonderpflegeformen

Manche Pflegekinder haben einen besonders hohen Betreuungsbedarf. Es handelt sich dabei zum einen um Kinder, die in ihrer Entwicklung stärker beeinträchtigt oder in ihrem Verhalten schwierig sind. Abhängig von den zum Teil traumatisierenden Erfahrungen der Kinder in ihrer Entwicklung können diesen Beeinträchtigungen oder Schwierigkeiten unterschiedlich schwer sein. Auch eine Behinderung oder eine schwere Erkrankung des Kindes kann zu einem hohen Betreuungsbedarf führen.

In allen Fällen in denen die Betreuung der Kinder besonders hohe (fachliche) Ansprüche erfordert, sprechen wir von einer „Sonderpflege“ die je nach Schwierigkeit und Anforderungen in drei Stufen unterteilt wird. Die Einstufung erfolgt in den Kategorien

  • Erzieherische Anforderungen
  • Körperliche Verfassung
  • Seelische Verfassung
  • Geistige Verfassung
  • Beziehung zur Herkunftsfamilie/Besonderheiten der Herkunftsfamilie
  • Schulische Situation/Ausbildungssituation

Die Einstufung „Sonderpflege“ kann bei einem Kind vorübergehend sein, da die Schwierigkeiten sich mit intensiven Hilfen in und außerhalb der Pflegestellen beheben lassen oder die Erkrankung des Kindes geheilt wurde. In anderen Fällen können die Sonderpflegeformen während des gesamten Pflegeverhältnisses bestehen bleiben.

Die Sonderpflegeformen erfordern besondere Fähigkeiten der Pflegepersonen und die Bereitschaft, sich im hohen Maß für die Förderung und Erziehung des Kindes einzusetzen. Hierzu gehört auch die Begleitung des Kindes zu Therapien und Fördereinrichtungen. Bei allen Sonderpflegeformen wird von den Pflegepersonen erwartet, dass sie bereit sind, ihre persönlich oder beruflich erworbenen Erfahrungen in der Kinderbetreuung durch die Teilnahme an - von uns kostenlos angebotenen - Qualifizierungsseminaren und Supervisionen zu vertiefen.

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